Falscher Ansatz

Meinung: Apple Watch & Co. sind ein Flop

28.08.2017
Von Halyna Kubiv
Eine ziemlich gewagte Meinung vertritt unser Kollege von der Computerworld: Smartwatches sind ein Flop, weil sie eine falsche Zielgruppe bedienen.
Sind Smartwatches eine gescheiterte Produktkategorie?
Sind Smartwatches eine gescheiterte Produktkategorie?
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Smartwatches seien eine vorerst gescheiterte Produktkategorie, meint Computerwold-Autor Mike Elgan. Seine These ist durch einige Fakten gestützt: Hersteller wie Motorola oder Pebble haben aufgegeben, wohl nicht einmal Apple und Samsung machen Gewinn mit ihren intelligenten Armbanduhren. Zumindest schweigt sich Apple weiter über die Verkaufszahlen aus, man kann nur schätzen, dass im nächsten Jahr weltweit 20 Millionen Stück an die Kunden gehen, wie es kürzlich Gartner gewagt hat.

Apple, Samsung und Konsorten hätten den Markt falsch angegangen, ist sich Elgan sicher. Denn anstatt die Uhren für Consumer zu konzipieren, wären die Hersteller besser gleich auf die Bedürfnisse im Unternehmenseinsatz eingegangen. So dienen Apple Watch und Co. lediglich als verlängerte Anzeigeinstrumente für Benachrichtigungen aller Art und bieten darüber noch Funktionen als Fitnesstracker. Im Business wären die Uhren aber sinnvoll für biometrische Zugang zu sicherheitsrelevanten Systemen, mit Hilfe von GPS könnten bessere Logistik-Apps entstehen. Auch wäre es etwa sinnvoll, von Uhr zu Uhr unternehmesrelevante Informationen übertragen zu können, die Inhalte von Visitenkarten sind dabei nur ein Beispiel.

Im Prinzip habe Google mit seinem Projekt Google Glass den Weg vom Consumer zum Unternehmen dank eines ausführlichen Feedback-Programms genommen. Die intelligente Brille ist noch nicht so weit, dass Endverbraucher ihre Freude daran hätten, in Unternehmen, in denen sperrige Geräte und suboptimales Produktdesign aber weniger eine Rolle spielen, ist die Lösung gut aufgehoben.