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MCI-Vorstand will neues Qwest-Angebot beraten

23.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Vorstand des amerikanischen Telekomkonzerns MCI wird einem Pressebericht zufolge heute über das jüngste Übernahmeangebot von Qwest Communications beraten. Der Druck auf den Vorstand wachse, das Qwest-Angebot vom 17. März in Höhe von 8,5 Milliarden US-Dollar als das bessere im Vergleich zur Verizon-Offerte zu bezeichnen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Mitte Februar hatte die Nachfolgegesellschaft von Worldcom bereits das Übernahmeangebot von etwa 6,7 Milliarden US-Dollar des Konkurrenten Verizon Communications angenommen. Die Vereinbarung mit Verizon ließ aber neue Verhandlungen für den Fall eines besseren Angebots zu. Woraufhin Qwest sein Angebot auf rund acht Milliarden Dollar aufgestockt hatte - bei ähnlichen Zahlungsbedingungen. Dennoch hatte der MCI-Vorstand das damalige Angebot abgelehnt mit dem Argument, MCI passe besser zu Verizon.

Vergangene Woche verbesserte Qwest sein Gebot auf 8,5 Milliarden Dollar und erhöhte die Barkomponente. Eine Antwort des Managements stellte der Konzern bis spätestens zum 28. März in Aussicht. Qwest selber hatte um eine Reaktion bis zum 25. März gebeten. Sollte sich MCI für Qwest entscheiden, müsste das Unternehmen an Verizon 200 Millionen US-Dollar Vertragsstrafe zahlen. (dpa/tc)