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MCI vor Abschluss des Insolvenzverfahrens

26.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz der neuen Betrugsvorwürfe gegen MCI (ehemals Worldcom) geht der gerichtlich bestellte Verwalter Richard Breeden davon aus, dass noch in diesem Herbst das laufende Insolvenzverfahren abgeschlossen werden kann. Zuvor müsse der US-Carrier jedoch noch eine Reihe von Auflagen erfüllen.

US-Medienberichten zufolge lobte Breeden in seinem Bericht die bisherigen Maßnahmen des Managements, MCI nach dem Bilanzskandal im vergangenen Jahr wieder auf Kurs zu bringen. Damit sei es aber noch nicht getan: Um künftiges Fehlverhalten der Führungsspitze zu vermeiden, schlug Breeden insgesamt 78 Maßnahmen für den TK-Konzern vor. Dazu zählt unter anderem, dass MCI die Bezüge auf Vorstandsebene einschränkt, bestimmte Standards für Bilanzierung und Unternehmensethik erfüllt und den Aktionären mehr Mitbestimmung gewährt.

CEO Michael Capellas erklärt sich bereit, alle Vorschläge anzunehmen, einschließlich der Niederlegung seines zusätzlichen Amtes als MCI-Chairman. Über die geplante Neuorganisation wird am 8. September eine Anhörung vor dem Konkursgericht stattfinden. (mb)