MAP-Flaute vor der Wende

13.10.1989

Bei MAP müssen die Benutzer zunächst anscheinend erneut auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. Nach Verabschiedung der ISO-Norm Manufacturing Message Specifications - kurz MMS - wähnten optimistische Branchenkenner den Weg zu Vernetzungskonzepten

mit der Version 3.0 nicht mehr weit. Der Alltag holte sie schnell ein und dies ganz besonders in den USA, wo doch hinsichtlich standardisierter Fertigungsautomatisierung Pionierarbeit geleistet wurde. Ein Blick über den großen Teich zeigt, daß amerikanische Anwender in Sachen MAP 3.0 bisher jedenfalls kaum einen Fuß vor den anderen setzten. Wenn eine jüngst veröffentlichte Studie der Yankee Group recht hat, können derzeit summa summarum nicht einmal ein Prozent der Industrieunternehmen ein entsprechendes MAP-Netzwerk ihr eigen nennen. Die User werden vertröstet: In drei Jahren soll erst die eigentliche Wende kommen.

Verantwortlich für den MAP-Mißstand ist vor allen Dingen die Produktflaute auf diesem Gebiet. Die leidige Folge: Die Firmen halten notgedrungen nach herstellereigenen Lösungen Ausschau. sch