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Mangel an Fachkräften treibt IT-Outsourcing an

25.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Europäische Firmen werden in den kommenden Jahren vermehrt in die Auslagerung von IT-Dienstleistungen investieren. Das Umsatzvolumen soll einer Studie des Marktforschungsunternehmens Frost & Sullivan zufolge von 40 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf 174,6 Milliarden Dollar im Jahr 2006 ansteigen. Den wichtigsten Wachstumsmotor sehen die Auguren vor allem im Fachkräftemangel der Branche. Viele Unternehmen setzten zudem zunehmend auf Outsourcing-Aufträge, um sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und Kosten zu senken. Wurden früher noch sehr umfassende Aufträge verteilt, so tendieren die Anwender inzwischen zur Auslagerung von spezifischen Aufgaben.

Insbesondere der Outsourcing-Bereich für Web-Hosting, E-Commerce und Application-Service-Providing soll bis 2006 auf 50,2 Milliarden Dollar von 6,8 Milliarden Dollar im Vorjahr zulegen. Der Anteil am Gesamtumsatz der Branche werde von 17 Prozent im vergangenen Jahr auf über 28 Prozent im Jahr 2006 ansteigen, so die Auguren. Zusätzliches Wachstum sei in den Segmenten Supply-Chain- und Customer-Relationship-Management zu erwarten.

Deutschland hat laut Frost & Sullivan mit derzeit 30 Prozent noch den größten Anteil am Markt für IT-Outsourcing. Dahinter folgt mit geringem Abstand Großbritannien, auf Platz drei liegen die skandinavischen Länder.