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Mandrakesoft hofft auf baldiges Comeback

09.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Pariser Linux-Distributor Mandrakesoft ist zuversichtlich, bis Jahresende den Gläubigerschutz abzuschließen. Die Reorganisation des Unternehmens nach dem Antrag auf Zahlungsunfähigkeit Anfang 2003 (Computerwoche online berichtete) laufe gut, teilte CEO François Bancilhon in einem Brief auf seiner Website mit. Seit Januar erwirtschafte Mandrakesoft bereits einen positiven Cashflow. Wichtigstes Ziel sei es nun, so Bancilhon, den aktuellen Status bis Jahresende zu verlassen. Der Firmenchef räumte ein, dass der Plan aggressiv sei, hält ihn aber dennoch für erreichbar.

Grund zur Hoffnung gibt Bancilhon das starke Produktangebot. Insbesondere "Mandrake Linux 9.1" habe reihum gute Kritiken erhalten und erfreue sich einer starken Nachfrage, teilte er mit. Derzeit arbeite Mandrakesoft an der Nachfolgerversion, die im Herbst auf den Markt kommen soll. Der CEO gab weiter bekannt, dass seine Company für zwei Forschungsprojekte Fördergelder erhalten werde. Das eine Projekt beschäftigt sich mit dem Bereich Clustering und Cycle-Stealing, im anderen will Mandrakesoft die Roaming-Eigenschaften beim Zugriff auf WLANs verbessern. (mb)