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Management-Buyout beim Auktionshaus QXL Ricardo

29.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Management des in Großbritannien ansässigen Internet-Auktionshauses QXL Ricardo versucht, die angeschlagene Firma zu kaufen. Ein extra für diesen Zweck gegründetes Unternehmen Tiger Acquisition Corporation Limited bietet sieben Pfund je Aktie, somit würde der Deal 12 Millionen Pfund oder rund 17,2 Millionen Euro umfassen. Die Investmentgesellschaft Great Hill Partners GP aus Boston hatte Tiger Acquisition ins Leben gerufen. Im Management von Tiger Acquisition sitzen unter anderem der QXL-Chef Mark Zaleski sowie die Direktoren Jonathan Bulkeley und Robert Dighero. Ihr Plan ist es, die Firma zu kaufen und als private Gesellschaft weiterzuführen, berichtet die BBC.

Die Internet-Firma hält 90 Prozent der Anteilsscheine der Ricardo.de AG, die früher selbst Auktionsseiten in Deutschland betrieben hat. Die Aktionäre wurden über die Offerte informiert, da ihnen möglicherweise ebenfalls ein Kaufangebot für ihre Börsenpapiere unterbreitet wird.

QXL hatte im Jahr 2000 mit der in Hamburg beheimateten Ricardo AG fusioniert, um in Europa Ebay Paroli zu bieten. Erfolge stellten sich jedoch nicht so recht ein. Zwar betreiben die Briten zehn europäische Auktions-Sites, vom deutschen Markt haben sie sich jedoch zurückgezogen. Überleben konnte der Versteigerer in Nischenmärkten wie Belgien und Polen. Wichtigster Markt ist die Schweiz. (fn)