Internationaler IT-Betrieb

Make or Buy der IT-Betreuung?

Torsten Gründer ist Outsourcing-Experte, Fachbuchautor und Hochschuldozent. Seit fast 20 Jahren berät er Unternehmen bei der Ausgestaltung, Durchführung und Optimierung ihrer IT-Outsourcing-Vorhaben. Mit der GRÜNDER Consulting GmbH gründete er die erste Outsourcing-Spezialberatung und entwickelte das OMIT-Referenzmodell, eine Projektmanagementmethode zur erfolgreichen Umsetzung von Outsourcing-Projekten.

 

 

 

 

Der deutsche Mittelstand ist weltweit aufgestellt. Oft hinkt die IT der internationalen Expansion hinterher.
Foto: ag visuell/fotolia
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Mittelständler beginnen ihre länderübergreifenden Geschäfte typischerweise im kleinen Rahmen und mit Pragmatismus - aber an der IT vorbei. Mit dem Erfolg indes wachsen die Organisation und der Bedarf an effizienter Kommunikation, Datenaustausch und Vernetzung. Eine individuell passende IT-Strategie mit Augenmaß ist von besonderer Bedeutung für den nachhaltigen geschäftlichen Erfolg. Einerseits sollte sie der internationalen Präsenz angemessen sein und die Mitarbeiter an den Standorten stets mit IT-Funktionen bedarfsgerecht versorgen. Andererseits muss sie auch Anforderungen wie Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Umsetzung von Standards in der IT entsprechen.

In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise erwägen viele Unternehmen erstmals oder in deutlich erweiterter Dimension die Auslagerung von IT-Aufgaben, unternehmensweit oder auf der Ebene ihrer Landesgesellschaften.

Eine schnelle IT-Auslagerung kann schlimm enden

Ein IT-Outsourcing ist eine langfristig wirkende Entscheidung und keinesfalls ein Selbstläufer. Eine Auslagerung erwies sich gerade für jene Unternehmen als erfolgreich, die mit Methode und praktischer Erfahrung vorgegangen sind. Ein überhastet gestartetes Projekt mit ambitionierten wirtschaftlichen Ansprüchen verfehlt in der Regel die gewünschten Ziele.

Grundsätzlich lassen sich im global tätigen Mittelstand drei Vorgehensweisen in der IT mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ausprägungen beobachten:

  • Das dezentrale Modell;

  • Das zentrale Modell sowie

  • Das Mix-Modell.

Die Merkmale sowie Vor- und Nachteile der Modelle finden Sie auf den folgenden Seiten.