Kosten knabbern am Gewinn:

Mager-Ertrag für IBM

04.08.1978

ARMONK/NEW JERSEY (ma) - Die weltweit anhaltende kräftige Nachfrage nach DV-Systemen führte im ersten Halbjahr 1978 vor allem bei den Branchenführern - wie könnte es auch anders sein - zu einem deutlichen Auftragsanstieg. So konnten Unternehmensvertreter der IBM bei Vorlage des Geschäftsberichtes für die erste Jahreshälfte das weitere Wachstum des Giganten gelassen als gesichert angeben.

Bei einer Umsatzsteigerung von 8,5 Milliarden Dollar auf 9,35 Milliarden Dollar bis Ende des ersten Halbjahres 1978 erzielte der DV-Riese "nur" ein Mehr von 50 Millionen Dollar an Reingewinn.

Nach Aussagen von IBM hat jedoch die - in der ganzen Branche forciert betriebene - preistreibende Bevorratung mit Herstellungsmaterial, in Verbindung mit inflationären Trends, die Kostenseite stärker als erwartet belastet. Gegenüber den entsprechenden Perioden des Vorjahres konnte daher nur ein relativ bescheidener Ertragszuwachs erzielt werden.

Die Bruttoeinnahmen aus dem Miet- und Servicegeschäft stiegen, auf Jahresbasis, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 9,1 Prozent. Wechselkursschwankungen des Dollars brachten der IBM im ersten Halbjahr 1978 außerdem zusätzliche Erträge in Höhe von 22 Millionen Dollar.