13 Zoll ohne Touchbar

Macbook Pro 2016 13 Zoll im Test

18.12.2016
Von 
André Martin ist freier Autor aus München.

Das neue Retina-Display

Was kann man an einem Retina-Display eigentlich noch verbessern? Nun, die Auflösung sicher nicht, denn hier sind die Grenzen des menschlichen Auges schon erreicht. Aber Helligkeit, Kontrast und vor allem der Farbumfang, da lässt sich noch einiges machen. Genau diese Themen ist Apple mit dem neuen Macbook Pro angegangen und unsere Labormessungen und die Erfahrungen aus der Praxis bestätigen die Verbesserungen. Mit gemessenen 580 cd/qm ist das 13-Zoll-Display das bisher hellste Notebook-Display aller Zeiten.

Der erweiterte Farbraum macht sich deutlich bemerkbar. Schon das Retina-Dispalys des Vorgängermodells (farbiger Körper) lieferte hier ordentliche Ergebnisse, die aber vom aktuellen Macbook Pro (transparenter Körper) noch einmal deutlich übertroffen werden.
Der erweiterte Farbraum macht sich deutlich bemerkbar. Schon das Retina-Dispalys des Vorgängermodells (farbiger Körper) lieferte hier ordentliche Ergebnisse, die aber vom aktuellen Macbook Pro (transparenter Körper) noch einmal deutlich übertroffen werden.

Dreht man es unter normalen Umgebungslichtbedingungen im Büro voll auf, schmerzen die Augen tatsächlich ein wenig, weil sie geblendet werden. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung kann man den Bildschirminhalt noch gut erkennen, auch wenn die Glasscheibe im Vergleich zu matten Displays nach wie vor stark spiegelt. Auch der erweiterte Farbraum (Apple spricht beim Macbook Pro jetzt vom P3-Farbraum wie beim iMac) macht sich bemerkbar. Fotografen aber auch Videofilmer werden den Unterschied deutlich bemerken, die Farben sind differenzierter, Farbsäume und Farbabrisse treten seltener auf.

Kurzfazit Display: Das kann man nicht mehr viel besser machen!

Schnelle SSD

Auch am internen Massenspeicher hat Apple geschraubt. Die serienmäßig verbauten SSDs sollen nun Datenraten von bis zu 3,1 GB/s erreichen. Das Testtool Disk Speed Test von Blackmagicdesign stößt hier tatsächlich erstmals an seine Grenzen, denn beim Lesen zeigt es maximal 2 GB/s an, der Zeiger steht hier schlicht am Anschlag. Wichtiger beim Booten, Starten von Programmen und Laden von Dokumenten ist jedoch die Zugriffszeit. Wir messen mit unserem selbst entwickelten Tool How Fast Storage einen Wert von 0,03 ms. Ebenfalls ein Rekord! Das Macbook bootet aus dem Stand (Kaltstart) in 16 Sekunden durch bis zum macOS-Sierra-Desktop.

Beim Lesen erreicht das neuen Macbook hier den Vollanschlag. Genaue Werte lassen sich nicht ermitteln, denn mehr als 2 GB/s zeigt Disk Speed Test nicht an. Hie muss man wohl erst auf ein Update der Software warten.
Beim Lesen erreicht das neuen Macbook hier den Vollanschlag. Genaue Werte lassen sich nicht ermitteln, denn mehr als 2 GB/s zeigt Disk Speed Test nicht an. Hie muss man wohl erst auf ein Update der Software warten.

Kurzfazit SSD: Schneller geht immer, hier setzt Apple neue Maßstäbe.

Akkulaufzeit

Zehn Stunden Akkulaufzeit für "normale" Tätigkeiten im WLAN gibt Apple an. Diesmal stimmen unsere Praxistests beängstigend genau. Unser Testscript, das in einer wiederkehrenden Schleife verschiedene Webseiten in Safari lädt, läuft genau 10 Stunden und 3 Minuten. Die Helligkeit des Displays steht dabei fest auf 50 Prozent. Zwei Stunden weniger bekommt man, wenn man das Display voll aufdreht und MP4-Filme schaut. Acht Stunden ist aber auch hier ein beeindruckender Wert.

Kurzfazit Akkulaufzeit: Einen normalen Arbeitstag sollte das Macbook locker durchhalten.

Fazit

Das 13-Zoll-Modell ohne Touchbar bringt nicht viel Veränderung im Vergleich zum Vorgänger. Die Rechengeschwindigkeit verbessert sich kaum, abgesehen vom 3D-Bereich, der spürbar zulegt. Das neue Retina-Display lohnt allerdings durchaus einen genaueren Blick. Vor allem für Fotografie und Videoschnitt stellt es einen großen Schritt nach vorn dar. Profis werden den erweiterten Farbraum zu schätzen wissen.(Macwelt)