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Lucent will 400 Stellen im Nürnberger Werk streichen

25.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach dem überraschenden Kaufrücktritt von Solectron will der US-amerikanische TK-Ausrüster Lucent bis September in seinem Werk in Nürnberg rund 400 Stellen streichen. Behalten will die US-Company in der fränkischen Fertigungsstätte für Mobilfunk-Basisstationen und optische Systeme nur noch den Neuprodukt-Anlauf, ein Reparatur-Center mit 240 Mitarbeitern sowie eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Das Unternehmen erklärte, die Verhandlungen mit dem Auftragsfertiger Solectron über den Verkauf seien aufgrund der schwierigen Lage auf dem TK-Markt gescheitert.

Lucent hatte Anfang August vergangenen Jahres angekündigt, man wolle sich von seinen Produktionsstätten in Europa trennen und künftig keine Werke mehr "in eigener Regie" betreiben (Computerwoche online berichtete). Kurz zuvor hatte Lucent seine Augsburger Glasfaser-Produktion an das japanische Unternehmen Furucawa Electric verkauft (Computerwoche online berichtete). Nachdem Lucent und Solectron bereits im Dezember eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet hatten, galt der Verkauf des Nürnberger Werks als fast perfekt. (mb)