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Linux-Spezialist Lindows verschiebt Börsengang

19.08.2004

Wegen "derzeit ungünstiger Marktbedingungen" hat das US-amerikanische Softwarehaus Lindows seinen Börsengang auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Unternehmen aus dem kalifornischen San Diego war vor allem durch einen mehr als zwei Jahre dauernden Rechtsstreit mit Microsoft ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. Bereits im April hatte Lindows den IPO (Initial Public Offering) bei der US-Börsenaufsicht beantragt. In einer weiteren Eingabe vergangene Woche reduzierte das Management die angestrebte Preisspanne für die 4,4 Millionen auszugebenden Aktien: Statt neun bis elf Dollar rechne man nur noch mit einem Verkaufspreis zwischen sieben und neun Dollar, so die Mitteilung.

Im Juli hatte sich Lindows mit Microsoft darauf geeinigt, den Firmennamen bis zum 14. September in Linspire zu ändern und auch seine Linux-basierenden Betriebssystemprodukte ("Lindows OS") unter anderem Namen zu vermarkten. Microsoft bezahlt im Gegenzug 20 Millionen Dollar. Für das Jahr 2003 meldete Lindows einen Umsatz von 2,1 Millionen Dollar bei einem Nettoverlust von 4,1 Millionen Dollar. (wh)