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Linux-Datenbankanbieter Great Bridge macht dicht

07.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einst spuckte Great Bridge große Töne: Mit quelloffener Datenbank-Software wollte die im Mai 2000 von Landmark Communications gegründete Company gegen Oracle und Co. zu Felde ziehen. Nun macht die Firma, deren Produkt auf PostgreSQL basierte, dicht und entlässt 38 ihrer 41 Angestellten.

Zum Verhängnis wurde Great Bridge, dass es nicht mit Red Hat Software kooperieren wollte. Der Linux-Distributor wollte den kleinen Rivalen im Frühjahr sogar übernehmen. Als dieser ablehnte, brachte Red Hat seine eigene Datenbank auf den Markt. Great-Bridge-Chef Frank Batten würde das Angebot rückwirkend nun gern akzeptieren. Red Hat habe seinerzeit nur "einen bescheidenen Preis" geboten - aber das wäre allemal besser gewesen als das Nichts, vor dem er heute stehe.