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Lintec verfehlt operativen Break-even

31.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Lintec Information Technologies AG hat 2004 vor Zinsen und Steuern (Ebit) einen Verlust von 5,5 Millionen Euro verbucht. Verglichen mit dem Ebit-Minus von 11,2 Millionen Euro im Vorjahr konnte der ostdeutsche IT-Hersteller und Distributor sein Defizit zwar halbieren, der angestrebte Break-even wurde jedoch deutlich verfehlt. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um 83,5 Prozent auf 15,5 Millionen Euro, entsprach damit jedoch den Erwartungen.

Als Grund für den drastischen Rückgang der Einnahmen nannte das Unternehmen aus Taucha bei Leipzig die finanzielle Schieflage, die zu Veränderungen im Geschäft geführt hätten. Lintec zog sich aus dem Massengeschäft mit PCs zurück. Bereits vorliegende Aufträge konnten insbesondere in den letzten vier Monaten 2004 nicht erfüllt werden, weil die für die Zwischenfinanzierung erforderliche Liquidität fehlte.

Unter dem Strich erzielte Lintec 2004 einen Nettoprofit von 7,9 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 16,9 Millionen Euro angefallen war. Maßgeblich für den Gewinn verantwortlich ist jedoch der Verkauf von Lintecs 86,25-prozentiger Beteiligung an der MVC Mitteldeutsche Venture Capital AG, Taucha, an die DKB Finance GmbH, Berlin (Computerwoche.de berichtete). In diesem Zusammenhang konnten die Ostdeutschen kurzfristige Kredite in Höhe von zirka sieben Millionen Euro tilgen und sind nun weitgehend schuldenfrei.

Aus Sicht des Managements hat Lintec damit alle Maßnahmen für ein erfolgreiches Jahr 2005 getroffen. Die Positionierung der neuen Geschäftsfelder PC & Unterhaltungselektronik sowie Produktion & Logistik sollen zu einer höheren Profitabilität führen und somit zum Turnaround von Lintec im laufenden Geschäftsjahr beitragen. (mb)