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Lintec befreit sich von Altlasten

29.06.2004

Die Lintec Information Technologies AG hat einen Ausweg aus ihrem finanziellen Dilemma gefunden. Wie der IT-Hersteller und Distributor aus Taucha bei Leipzig bekannt gab, ist er seit dem gestrigen Montag vollständig schuldenfrei. Gleichzeitig wird das bis zum Ende des ersten Quartals 2004 negative Eigenkapital des Konzerns nunmehr wieder positiv ausgewiesen.

Über die Details der Entschuldung haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Kernstück der Transaktion ist der Verkauf von Lintecs 86,25-prozentiger Beteiligung an der MVC Mitteldeutsche Venture Capital AG, Taucha, an die DKB Finance GmbH, Berlin. In diesem Zusammenhang konnten sich die Ostdeutschen nicht nur von Kurzfristkrediten in Höhe von zirka sieben Millionen Euro entledigen, sondern wurden außerdem von einer Bürgschaft in Höhe von rund 12,8 Millionen Euro für Kredite der DKB Deutsche Kreditbank AG, Berlin, befreit. Lintec hatte die Bürgschaft für seine Tochtergesellschaft rfi mobile technologies AG, Mönchengladbach, geleistet, die im Zuge der Transaktion ebenfalls vollständig entschuldet wurde.

Der Vorstand des ostdeutschen IT-Anbieters sieht mit der Stärkung des Eigenkapitals eine zentrale Bedingung für die Sanierung von Lintec erfüllt. Das Unternehmen will sich künftig im Rahmen eines „3-Säulen-Konzepts“ auf die Bereiche Produktion und Service, Business IT sowie eigene Produkte für IT-Zubehör und Unterhaltungselektronik konzentrieren. (mb)