Web

 

Liebäugelt NTT Docomo mit mmO2?

25.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um den britischen Mobilfunkkonzern mmO2 ranken sich neue Übernahmegerüchte. Einem Bericht der "Financial Mail on Sunday" zufolge soll der zweitgrößte Mobilfunkanbieter der Welt, die japanische NTT Docomo, Kaufgelüste an der mit rund 8,6 Milliarden Euro bewerteten mmO2 hegen. Die Japaner sind auf der Suche nach neuen Beteiligungen, weil sie mit ihrem Engagement in Europa bisher wenig Glück hatten. So erwies sich zum Beispiel die Teilhabe an der niederländischen KPN als Verlustgeschäft, weil dem Unternehmen über die deutsche Tochter E-Plus hohe Abschreibungskosten entstanden und sich der von NTT Docomo nach Europa gebrachte Dienst "I-Mode" bisher als Flop entpuppte.

Wenig erfolgreich ist auch der britischen Mobilfunker 3, an dem das japanische Unternehmen zusammen mit der Hongkonger Hutchison Whampoa beteiligt ist. 3 ist der erste Provider, der in Großbritannien UMTS-Dienste anbietet. Allerdings ist der Mobilfunker weit von der bis Jahresende anvisierten Zahl von einer Million UMTS-Kunden entfernt. Bisher konnten nur 155.000 Teilnehmer gewonnen werden. Zwischen den Gesellschaftern Hutchison Whampoa und NTT Docomo soll es deshalb erhebliche Differenzen geben. Es spricht daher einiges dafür, dass die Japaner ihren Anteil von 20 Prozent an 3 verkaufen und sich nach einer anderen Lösung umsehen. Eine solche wäre mmO2, das über mehrere Landesgesellschaften verfügt, darunter auch der deutsche Netzbetreiber O2. Ein Sprecher des britischen Mobilfunkkonzerns wollte die Gerüchte nicht kommentieren und sagte lediglich,

dass man mit allen Anbietern über verschiedene Themen spreche. (pg)