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LG.Philips Displays meldet für verschiedene Töchter Insolvenz an

27.01.2006
Die Bildröhrenfirma LG.Philips Displays hat für verschiedene Töchter Insolvenzverfahren eröffnet und Gläubigerschutz beantragt. Auch 400 Mitarbeiter in Aachen sind betroffen.

Aufgrund der schlechten Marktbedingungen für Kathodenstrahlröhren hätten die Holdinggesellschaft, die niederländische Tochter sowie die deutsche Tochter in Aachen Konkurs angemeldet, teilte das Unternehmen mit. Nun seien 400 Mitarbeiter der Glasfabrik in Aachen sowie 350 Mitarbeiter in Eindhoven von drohender Arbeitslosigkeit betroffen.

Auch weitere Niederlassungen sind offenbar von der Schließung bedroht. Die Holding könne einige defizitäre Töchter nicht länger unterstützen. Deswegen prüften auch die Betriebe in Frankreich, Tschechien, der Slowakei, Mexiko und den USA ihre jeweilige Finanzlage. Der Betriebsrat in Frankreich sei bereits aufgefordert worden, gemeinsam mit dem Management die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sowie Antrag auf Gläubigerschutz zu beraten.

Man habe ebenso wie andere CRT-Hersteller im vergangenen Jahr einen "beispiellosen Nachfragerückgang" hinnehmen müssen, da die Nachfrage nach LCD- und Plasmafernsehern drastisch gestiegen sei und solche Geräte schneller als erwartet wettbewerbsfähig geworden seien. (tc)