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Letsbuyit.com: Umsätze schrumpfen auf Ameisenformat

04.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische Co-Shopping-Anbieter Letsbuyit.com N.V. setzte im zweiten Quartal lediglich 58.000 Euro um nachdem im Vorjahreszeitraum noch 3,5 Millionen Euro Einnahmen verbucht worden waren. Im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte das Unternehmen 162.000 Euro umgesetzt. Durch die Senkung der Betriebskosten, unter anderem wurde die Zahl der Angestellten im Jahresvergleich von 130 auf 22 Beschäftigte zum 30. Juni reduziert, gelang es Letsbuyit.com, den operativen Verlust im zweiten Quartal im Jahresvergleich von 7,7 Millionen auf 2,6 Millionen Euro zu senken.

Das erst durch mehrere Finanzspritzen wiederbelebte Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen strategischen Wechsel zu einem reinen Agenturmodell vorgenommen: Anstatt in Eigenregie Produkte anzubieten, tritt der Co-Shopping-Spezialist nur noch als Vermittler zwischen Kunden und Anbietern auf und erhält dafür eine Provision. Die Partner sind für Warenaustausch und Auftragsbearbeitung selbst verantwortlich.

Die Dotcom-Firma betonte, die Zahlen für das zweite Quartal seien nicht unbedingt richtungsweisend für das gesamte Geschäftsjahr. So würden die Umsätze erfahrungsgemäß in der zweiten Jahreshälfte steigen. Außerdem sei ein Vergleich der aktuellen Ergebnisse mit denen des Vorjahreszeitraums aufgrund der Änderung des Geschäftsmodells schwierig. Dennoch ist das Schicksal des Co-Shopping-Spezialisten bedroht. Bereits im Juli hatte das Unternehmen für seine deutsche Tochtergesellschaft Insolvenz angemeldet, die deutsche Website wird jedoch weiterbetrieben (Computerwoche online berichtete). (mb)