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Lenovo meldet enttäuschende Zahlen

08.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der chinesische Computerproduzent Lenovo Group hat im Geschäftsjahr 2004/05 (Ende: 31. März) nur einen geringen Gewinnanstieg erzielt. Wie das Unternehmen bekannt gab, kletterte der Nettoprofit im Jahresvergleich um sechs Prozent von 1,05 Milliarden auf 1,12 Milliarden Hongkong-Dollar (umgerechnet rund 143 Millionen US-Dollar). Während der Käufer von IBMs PC-Sparte dabei noch von den auf 157 Millionen Hongkong-Dollar (rund 20 Millionen US-Dollar) gestiegenen Investitionsgewinnen profitierte, schrumpfte der Umsatz um knapp drei Prozent auf 22,55 Milliarden Dollar (knapp 2,9 Milliarden US-Dollar).

Die Schuld an den schwachen Zahlen gab Lenovo in erster Linie der wachsenden Konkurrenz im Heimatmarkt. Diese hatte zur Folge, dass der Computerhersteller im Ende März abgelaufenen Dreimonatszeitraum sogar einen Profitrückgang von 188,2 Millionen auf 166 Millionen Hongkong-Dollar (etwa 21 Millionen US-Dollar) verbuchte. Im dritten Fiskalquartal 2004/05 war der Gewinn bereits stagniert (Computerwoche berichtete). Der Konzernumsatz brach im Schlussquartal 2004/05 erneut ein, nämlich um sechs Prozent auf 4,71 Milliarden Hongkong-Dollar (zirka 605 Millionen US-Dollar). Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg des Nettogewinns auf 199 Hongkong-Dollar sowie einem Umsatz von 4,82 Milliarden Hongkong-Dollar gerechnet. (mb)