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Lastminute.com rutscht noch tiefer in die roten Zahlen

26.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Online-Reiseanbieter Lastminute.com kommt nicht aus den roten Zahlen. In seinem vierten Quartal und auch im gesamten Geschäftsjahr hat das britische Unternehmen, das Flugtickets, Hotelzimmer und Pauschalreisen im Onlinevertrieb anbietet, einen unerwartet hohen Verlust ausgewiesen. Der Kurs brach zwischenzeitlich um bis zu 22 Prozent ein.

Im Geschäftsjahr 2004 (bis Ende September) stieg der Nettoverlust von 47,7 Millionen auf 77,2 Millionen Pfund (umgerechnet 110,2 Millionen Euro). Allein im vierten Quartal verzeichnete Lastminute.com ein Minus von fast 20 Millionen Pfund (rund 28 Millionen Euro). Zwar bescherten die 2,9 Millionen Kunden dem Internet-Reisebüro im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 190 Millionen auf 440 Millionen Pfund. Auch der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg von 15 Millionen auf 24 Millionen Pfund.

Konzernchef und Mitbegründer Brent Hoberman gab jedoch zu, dass das Abschneiden "nicht den Erwartungen" entspreche. Schuld an dem schlechten Ergebnis sind seiner Ansicht nach vor allem die Kosten für die Integration der zahlreichen Firmen, die sein Unternehmen in den vergangenen Jahren zugekauft hat. Jetzt stehen Einsparungen an: Zehn Standorten werden dicht gemacht, 350 Mitarbeiter müssen gehen. (sp)