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Betrug mit Ramschaktien

Kurse von Pennystocks sind leicht manipulierbar

19.09.2011
Mit einschlägigen Tipps im Internet, in Börsenbriefen oder mit gezielten Anrufen: Auf vielfältige Weise wird versucht, Anleger für Pennystocks zu gewinnen. Fällt der Käufer auf Betrüger herein, hat er oft das Nachsehen.

Das Thema Gold elektrisiert die Menschen. Und das nicht erst seit der Finanzkrise. Neben den klassischen Barren sind auch Aktien von Unternehmen gefragt, die den Rohstoff abbauen oder suchen. Ein angeblich heißer Tipp ist in einschlägigen Publikationen lange das Papier von De Beira Goldfields gewesen. Wegen des Verdachts der Abzocke mit der Aktie ist mittlerweile die Staatsanwaltschaft Stuttgart aktiv.

Drei Verdächtige sollen den Kurs der Aktie 2006 manipuliert und damit 47 Millionen Euro verdient haben, wie eine Sprecherin sagt. Sie bestätigt Medienberichte der vergangenen Wochen, wonach wegen des Verdachts der Marktmanipulation und des gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt wird. Ein Aktienhändler sei in Österreich festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden. Ein Ende der Ermittlungen sei noch nicht absehbar.

Auch für Pennystocks kann gelten: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Auch für Pennystocks kann gelten: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Foto: Fotolia, Herbie

Die Manipulation von Kursen billigster Ramschaktien ist nicht besonders schwierig. Oft werden sie von windigen Händlern aufgekauft, die sie dann anderen Anlegern beispielsweise in Börsenbriefen empfehlen, um den Kurs der sogenannten Pennystocks damit nach oben zu treiben. Die Händler verkaufen die Papiere dann wieder mit Gewinn. "Pennystocks können mit einem geringen finanziellen Aufwand beeinflusst werden", erläutert Dominika Kula von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Die Bafin erhalte Hinweise auf mögliche manipulierte Kurse oftmals von Banken oder Händlern.

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