Berühmte Entwickler ganz privat

Kurse sind Zeitverschwendung

23.11.2009
Von 


Simon Hülsbömer betreut als Senior Project Manager Research Studienprojekte in der IDG-Marktforschung. Zuvor verantwortete er als Program Manager die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT - inhaltlich ist er nach wie vor für das "Leadership Excellence Program" aktiv. Davor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.

Die Öffentlichkeit denkt nicht nach

James: Ich glaube nicht, dass die Öffentlichkeit über Plattformunabhängigkeit nachdenkt. Aus meiner Sicht als Entwickler, der diese großen Systeme aufbaut, sollte die Öffentlichkeit aber eigentlich auch nichts davon mitbekommen müssen.

Wenn Sie Ihre EC-Karte in einem Geldautomaten nutzen, bemerken Sie vermutlich gar nicht, dass da mit großer Sicherheit schon Java-Code genutzt wird, der auf Sun-Rechnern und IBM-Rechnern und Dell-Rechnern und HP-Rechnern und anderen Kisten mit x86-Architektur und PowerPC-Architektur und sonst was läuft.

Viele dieser Prozesse laufen hinter den Kulissen ab. Sie fahren mit der U-Bahn: Wenn Sie eine dieser Transponderkarten nutzen, wie der Oyster-Card bei der Londoner U-Bahn, nutzen Sie ein auf Java basierendes System.

Sie nutzen tatsächlich alle die Plattformunabhängigkeit, und wenn die Konsumenten genötigt würden, sich der Programmiersprache bewusst zu sein, mit der das System aufgebaut wurde, wäre das ein echter Fehler des Systems. Eines unserer Ziele ist, vollständig transparent zu sein und von den Leuten gar nicht bemerkt zu werden. Natürlich bringt das die Marketingleute zur Verzweiflung. Sie würden gerne immer dann ein Java-Log anzeigen, wenn Sie die Zugangssperren bei der U-Bahn passieren, aber das wäre verrückt.

Den ersten Teil von "Berühmte Entwickler ganz privat" mit Gesprächen über C++, Python und APL lesen Sie hier.