Arbeiten bei BWI

Künstliche Intelligenz sorgt für echte Fortschritte bei der Bundeswehr

16.10.2020
Anzeige  Künstliche Intelligenz kommt in Deutschland noch wenig voran. Anders bei der Bundeswehr. Die BWI, der IT-Dienstleister von Bundeswehr und Bund, setzt KI bereits intensiv in der Datenanalyse ein. Auch im Server- und Application Management hält sie Einzug.

Autos lenken, Maschinen überwachen und sogar neue Medikamente entwickeln - die Zukunftsperspektiven von KI sind vielfältig. Deshalb ist es wichtig, dass Deutschland hier nicht den Anschluss verliert. Doch bisher zögern hiesige Unternehmen noch. Einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands Bitkom e. V. zufolge halten drei Viertel der 600 befragten Unternehmen KI für eine der wichtigsten Zukunftstechnologien. Investiert hat jedoch noch kaum jemand. Die Gründe: zu wenig Zeit, fehlende Kapazitäten und Unwissen über den Nutzen.

Ganz anders die Bundeswehr. In ihren Rechenzentren patcht sie beispielsweise über 6.000 Server - völlig automatisch. Die KI-Software erkennt, wann ein Server nicht gebraucht wird, und nutzt die Zeit für wichtige Sicherheitsupdates. Auch bei der Analyse großer Datenmengen ist KI den deutschen Streitkräften bereits eine große Hilfe. In sogenannten Innovations-Experimenten erforscht die BWI immer weiter, welche Potenziale noch in KI stecken.

Die BWI - IT-Dienstleister der Bundeswehr - setzt unter anderem stark auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und sucht IT-Profis, die keine Scheu vor Innovationen haben.
Die BWI - IT-Dienstleister der Bundeswehr - setzt unter anderem stark auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und sucht IT-Profis, die keine Scheu vor Innovationen haben.
Foto: BWI

KI priorisiert Kapazitäten

Wo moderne IT-Systeme sind, dürfen Daten nicht fehlen - für die Anwender, aber auch zur Eigenüberwachung. In ihnen verbirgt sich ein hohes KI-Potenzial, denn künstliche Intelligenz kann diese riesigen Datenmengen analysieren, um Anomalien zu erkennen. Sie ermöglicht Rückschlüsse auf Server-Auslastung und Betrieb.

Im Innovations-Experiment "Automated Smart Performance Evaluation" stellte die BWI fest, dass KI Anomalien entdecken kann und auch die Last- und Ruhezeiten aller Services über einen Tag hinweg selbstständig ermittelt. Serverkapazitäten werden automatisiert und neu priorisiert und Komponenten fahren automatisch herunter, wenn man sie nicht braucht.

Wie erreicht man so etwas? "Die Nutzererfahrung ist der Dreh- und Angelpunkt", sagt Michael Schwabe, Architekt im Data-Analytics Team der BWI. Die Frage ist: Wie schnell reagiert eine Anwendung auf Benutzereingaben? Im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren kann das Optimierungspotenzial eines IT-Service ermittelt werden. Machine-Learning-Algorithmen berechnen die Faktoren zur Automatisierung.

Ein wichtiger Faktor ist zum Beispiel: Wie lang darf die Reaktionszeit einer Anwendung sein, damit der Nutzer nicht ungeduldig wird? Kennt das KI-System die maximale Reaktionszeit, kann es eine Cloud-Plattform benachrichtigen, um die Ressourcen anzupassen. So weiß das System immer, wie viele Server tatsächlich benötigt werden.

KI kann recherchieren

Kein Produkt hält ewig, auch Software nicht. Wie alle anderen Dinge müssen Anwendungen, Datenbanken und Betriebssysteme irgendwann ersetzt werden. Doch wann ist dieser Zeitpunkt? Ihn zu finden, kostet in komplexen IT-Umgebungen viel Aufwand. Informationen müssen ständig erfasst und interpretiert werden, um schließlich Modernisierungsprojekte rechtzeitig anzustoßen. Im Experiment "Cognitive Technology Roadmap" entdeckte die BWI nun eine intelligente Hilfe: KI kann das sogenannte "End-of-Life" (EoL) recherchieren - selbstständig.

Eine künstliche Intelligenz sucht im Internet gezielt nach Informationen über die eingesetzten Software-Produkte und kombiniert sie mit Herstellerdaten zu ihrem "End-of-Life". Ein neuronales Netz ermittelt, welche Websites tatsächlich relevante und valide Daten bereitstellen, filtert diese heraus, sammelt sie und bereitet sie grafisch auf. "Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den schnellen Weg von der Inkubation in Richtung Portfolio ist die enge und direkte Zusammenarbeit mit den Know-how-Trägern aus den Fachbereichen", so Frank Völker, Leiter der Experimente, Innovation Management, der BWI.

KI sucht auch dich

Sowohl die Lösungen aus dem Experiment "Cognitive Technology Roadmap" als auch die aus dem Experiment "Automated Smart Performance Evaluation" stehen dem Kunden schon jetzt zur Verfügung. Beide Ideen sollen Effizienz und Leistungsfähigkeit im IT-Betrieb steigern. Ganz automatisch verbessern sie die Services der BWI für ihre Kunden.

Schon bald sollen weitere KI-Anwendungen folgen. Zum Beispiel erprobt die Innovationseinheit BWI innoX den Betrieb von KI-Modellen und die Einsatzmöglichkeiten von Natural Language Processing. Hat das Innovation Management innoX die KI-Ansätze erfolgreich erprobt, stellt sich ein potentieller neuer Service für das BWI-Portfolio heraus. Im Anschluss arbeiten das Portfolio-Team sowie der Fachbereich Data Analytics eng zusammen an einer Lösung für die BWI und Ihre Kunden.

Hast auch du Lust, intelligente Software-Lösungen mitzugestalten? Dann komm zur BWI, dem Digitalisierungspartner von Bundeswehr und Bund. Auf der Karriereseite der BWI erfährst du alles Wissenswerte über deine Karriere- und Einstiegsmöglichkeiten:

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