Arbeitsmarkt

Krise erwischt auch Informatikabsolventen

22.01.2010
Von 
Alexandra Mesmer war bis Juli 2021 Redakteurin der Computerwoche, danach wechselte sie zu dem IT-Dienstleister MaibornWolff, wo sie derzeit als Head of Communications arbeitet.

IT-Wissen: Die C-Sprachen bleiben die begehrtesten Programmiersprachen. Aber auch Kenntnisse in Java, SQL und Visual C+++ erwarten die Arbeitgeber von Informatikern. Unter den Datenbanken rangieren SQL Server, MS Access und MySQL oben, bei den Betriebssystemen sollten sich Informatiker mit den Microsoft-Produkten von Windows 2000 bis hin zu Vista sowie mit der Unix-Familie (inklusive Linux) auskennen. Großrechner-Betriebssysteme setzen dagegen nur 26 Prozent der befragten Firmen voraus.

Zusatzqualifikationen: Praktische Erfahrungen und Englischkenntnisse sind ein Muss für jeden Informatiker. Im Gegensatz zu Wirtschaftswissenschaftlern und Ingenieuren braucht der IT-Nachwuchs aber nicht zwingend ein Semester oder ein Praktikum im Ausland absolviert zu haben. Stärker ins Gewicht fallen außeruniversitäre Erfahrungen, die man durch Ehrenämter oder Jobs während des Studiums sammelt.

Gehälter: Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler verdienen zum Berufsstart zwischen 41.000 und 44.000 Euro im Jahr. Zum Vergleich: In den meisten Firmen verdienen Absolventen zwischen 38.000 und 41.000 Euro, mit Ausnahme der Geisteswissenschaftler, die sich oft mit weniger als 38.000 Euro im Jahr begnügen müssen. Spitzeneinstiegsgehälter von 47.000 Euro und mehr im Jahr bleiben die Ausnahme und wenigen Naturwissenschaftlern beziehungsweise Juristen vorbehalten. Drei Viertel der Unternehmen ergänzen das Festgehalt mit erfolgsabhängigen Prämien. Weitere Gehaltsbestandteile können eine betriebliche Altersversorgung und eine Direktversicherung sein.

Der lange Weg zum Job

Etwa zehn Bewerbungen müssen Absolventen verschicken, damit sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Im Consulting und in der Industrie liegen die Hürden noch etwas höher: Hier führt nur etwa jede zwölfte Bewerbung zum persönlichen Gespräch.

Die Studie

Die Staufenbiel-Jobtrends-Studie 2009 untersuchte zum vierten Mal die Qualifikationsanforderungen von Unternehmen an Hochschulabsolventen. Befragt wurden 349 Firmen mit insgesamt mehr als sieben Millionen Mitarbeitern und über 260.000 Bewerbern im Jahr. Die Befragung fand von Mai bis Juni 2009 statt, in dieser Zeit schrieben die Unternehmen über 15.000 offene Stellen für Akademiker aus, zwei Drittel davon für Absolventen und Young Professionals.