Ratgeber - Gesund am Arbeitsplatz

Krank durch PC & Co.

29.01.2014
Von 
Bernhard Haluschak war bis Anfang 2019 Redakteur bei der IDG Business Media GmbH. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.

Gesundheitsbeschwerden und Leistungsminderung durch Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Ein wohlklimatisierter Computerarbeitsplatz steigert das körperliche Wohlempfinden, fördert die Gesundheit und erhöht die Leistungsfähigkeit. Umgekehrt kann zu trockene und zu warme Luft Atemwegs- und Augenerkrankungen verursachen. Zusätzlich vermindern schlecht klimatisierten Büroräume die Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus extrem.

Nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen liegt die ideale Raumtemperatur zwischen 19 und 22 Grad Celsius. In diesem Temperaturbereich fühlen sich die Menschen am wohlsten. Da das Raumklima neben der Temperatur auch durch die Luftfeuchtigkeit definiert wird, muss auch diese entsprechende Werte aufweisen. Die ideale Luftfeuchtigkeit bei der Büroarbeit am Computer liegt zwischen 50 und 60 Prozent. Diese Luftfeuchtigkeitswerte verhindern, dass die Augen zu schnell austrocknen. Darüber hinaus sollte dem Arbeitsraum genügend Frischluft mittels einer Klimaanlage oder eines geöffneten Fensters zugeführt werden. Eine gleichbleibende "Arbeitstemperatur" und ausreichende Luftfeuchtigkeit sollten durch entsprechende Klimageräte und Luftbefeuchter gewährleistet werden. Allerdings darf dabei keine ungesunde Zugluft entstehen.

Laut einer Untersuchung der Deutschen Versicherungsträger (DGUV) liegt eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur dann vor, wenn die Wärmeproduktion und die Wärmeabgabe des Körpers im Gleichgewicht stehen. Zusätzlich zeigten die Forschungsergebnisse, dass die Leistungsfähigkeit der Menschen pro zusätzlichem Wärmegrad oberhalb von 26 Grad Celsius deutlich sinkt. Je nach körperlicher Kondition geht man von einer Minderung der Produktivität von drei bis zwölf Prozent pro Grad Celsius jenseits dieser Wärmemarke aus.