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KPN profitiert von Zuwächsen bei E-Plus

31.10.2006
Der niederländische Telekomkonzern KPN hat sein Ergebnis im abgelaufenen Quartal leicht gesteigert.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei um 4,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Dienstag in Den Haag mit. Die Gesellschaft profitierte dabei von Zuwächsen ihrer deutschen Tochter E-Plus, die ihr Ergebnis durch Einsparungen erhöhen konnte.

In Deutschland gewann das Unternehmen 363.000 neue Kunden und erhöhte damit die Nutzerbasis auf 12,22 Millionen. E-Plus hat seit Mitte vergangenen Jahres Ableger wie Simyo und Base eingeführt und damit das Kundenwachstum beschleunigt.

Der Umsatz des KPN-Konzerns wuchs um 3,7 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro und der Überschuss von 334 Millionen auf 349 Millionen Euro. Vorstandschef Ad Scheepbouwer hob erneut die Prognose für das Gesamtjahr an. Das EBITDA soll nun um rund fünf Prozent zulegen, hieß es.

Als letzter deutscher Handynetz-Betreiber steigt E-Plus einem Pressebericht zufolge in das Geschäft mit den schnellen Internetanschlüssen DSL ein. Dazu habe die KPN-Tochter eine Vertriebskooperation mit dem Internetunternehmen 1&1 Internet, einer Tochtergesellschaft von United Internet, bis Ende dieses Jahres geschlossen, berichtete die "WirtschaftsWoche" in ihrer Online-Ausgabe.

1&1 Internet ziehe in 20 E-Plus-Shops als Untermieter ein. Dort böten eigene Kundenberater an eigenen Verkaufsständen DSL-Anschlüsse an. United-Internet-Chef Ralf Dommermuth will dem Bericht zufolge so seine Vertriebsaktivitäten auf den stationären Handel ausdehnen. Gefragt sei ein Kooperationspartner mit dichtem Filialnetz in den Innenstädten gewesen. Das könne E-Plus bieten. E-Plus-Chef Michael Krammer wiederum hoffe, dass das zusätzliche DSL-Angebot mehr Kunden in die E-Plus-Shops locke und sich so auch der Absatz der Mobilfunkangebote steigern lasse. Bisher hatte 1&1 mit dem E-Plus-Konkurrenten Vodafone eng zusammengearbeitet. (dpa/tc)