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Kostenlose E-Mail jetzt auch verschlüsselt

21.05.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Anbieter Hush Communications bietet eine echte Neuheit für Benutzer kostenloser Web-basierter E-Mail Dienste: "Hushmail" arbeitet auf Wunsch auch mit starker Kryptografie (Schlüssellänge 1024 Bit). Einziges Manko: Der Versand einer verschlüsselten Botschaft ist ausschließlich an andere Hushmail-Accounts möglich. Wie auch immer, dem Federal Bureau of Investigation (FBI) gefällt das neue Produkt überhaupt nicht. "Es klingt zwar nicht illegal, aber haben wir hier ein Problem mit der Umsetzung unserer Rechtsprechung? Ganz sicher", erklärte FBI-Sprecher Frank Scalfidi. Hush Communications hat jedenfalls vorsorglich seinen Firmensitz nach Anguilla (Britisch Westindien) verlegt - dort gilt britisches Recht und mithin kein Exportverbot für starke Kryptografie. Nicht zuletzt deswegen hat sich offenbar auch die Konkurrenz von C2Net dort niedergelassen...