Kooperation zwischen Ratioplan und JBA AS/400-Spezialist findet Hilfe auf dem Weg in die offene Welt

25.03.1994

MUENCHEN (gfh) - Gemeinsam wollen die AS/400-Spezialisten Ratioplan, Villingen-Schwenningen, und die britische JBA International vom Open-Systems-Trend profitieren. Unter der Bezeichnung "System 21" soll eine objektorientierte Standardsoftware fuer heterogene Client-Server-Umgebungen entstehen.

"Fuer jeden allein waere die Entwicklung offener und objektorientierter Software zu teuer", nennt Hermann Messmer, geschaeftsfuehrender Gesellschafter der Infoplan GmbH, den Grund fuer die Kooperation mit JBA. Waere es nur um Geld gegangen, so haetten die Schwaben auch auf die Uebernahmeofferten der AS/400- Softwarehaeuser SSA und J. D. Edwards eingehen koennen. Doch Ratioplan zieht es vor, eigenstaendig zu bleiben.

Das Marketing- und Entwicklungsabkommen mit JBA erschliesst Infoplan den internationalen Markt, da die Briten kuenftig die AS/400-Software "RP-ASS" weltweit vermarkten sollen. Im Gegenzug fuehrt Infoplan "Business 400" in den deutschsprachigen Markt ein. Obwohl es sich in beiden Faellen um Standardsoftware handelt, sieht Messmer keine Ueberschneidungen: "Unsere Staerke liegt im Fertigungsbereich, JBA hat sich dagegen auf das Finanzwesen in Maerkten wie Grosshandel, Getraenke- und Textilindustrie spezialisiert."

Die Partner teilen die Produktentwicklung

Entsprechend den beiderseitigen Faehigkeiten ist auch die Entwicklung des gemeinsamen System-21-Produkts auftgeteilt. Waehrend sich JBA um die kommerziellen Module kuemmert, ist Infoplan fuer den Fertigungssektor zustaendig. Hier kann Infoplan von der Vorarbeit der Briten profitieren, die bereits Anfang dieses Jahres auf Client-Server-Kurs gegangen sind. JBA stellt mit "Guidelines" eine C++-Entwicklungsumgebung zur Verfuegung, mit der sich nicht nur plattformunabhaengige Programme erstellen, sondern auch AS/400- Anwendungen in Unix-Umgebungen portieren lassen.