Koof mich!

04.08.1989

Einem Wallstreet-Gerücht zufolge will Dr. An Wang IBM-Aktien, die er reichlich besitzt, dafür verwenden, sein Unternehmen zu retten. Trauerwein stützt sich gern auf derlei Börsen-Impressionen, sammelt Argumente gegen jene perfiden Kritiker, welche von der IBM sagen, sie mache mit ihrem Momopolverhalten die ganze Branche kaputt.

Das Gegenteil (siehe Wang) ist der Fall: Die (Kon-)Kursrechnung geht doch eindeutig dahin, daß in der IBM-Welt, aus der natürlich auch der US-chinesische Computerdoktor stammt, nichts verlorengeht. Während sich nämlich Investitionen in proprietäre Systeme für die Noch-Konkurrenten nicht auszahlen, schöpft Big Blue, wie das Beispiel AS/400 zeigt, den Rendite-Rahm ab.

Nie waren denn auch IBM-Papiere so wertvoll wie heute. (M)An hat sie eben. Spekuliert wird an der Börse mit Ubernahmekandidaten, um im Koofmich-Kontext zu bleiben. So lassen sich grundsätzlich in allen Non-Blue-Computerpapieren Schnäppchen-Mitnahme-Positionen aufbauen.

Sebastian ist das Börsenparkett freilich zu glatt. Die Aussicht auf einen schnellen Gewinn bedeutet ihm wenig, ein sicherer Arbeitsplatz alles. Insofern hat unsereiner mit diversen IBM-Ausbildungszertifikaten durchaus die richtigen Papiere.

Sebastian Trauerwein Information Resources Manager