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Kontron rechnet mit weiterem Wachstum und Gewinnanstieg

27.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die in Eching bei München ansässige Kontron AG hat im Anfangsquartal 2003 einen Gewinnrückgang verbucht: Der Nettoprofit sank gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum von 2,6 Millionen auf eine Million Euro oder zwei (zehn) Cent pro Aktie. Im ersten Quartal 2002 hatte der Hersteller von Embedded Computern allerdings infolge einer Änderung der Bewertungsmethode einen Sondererlös von 1,4 Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte das Unternehmen dagegen mit 3,6 Millionen Euro im Jahresvergleich um 200.000 Euro erhöhen, während der operative Gewinn (EBIT) bei 1,4 Millionen Euro stagnierte.

Kontron erwirtschafte im aktuellen Berichtszeitraum einen Umsatz von 55 Millionen Euro, verglichen mit nur 46 Millionen Euro im Anfangsquartal 2002. Aus dem Zuwachs um knapp 20 Prozent wird jedoch ein Rückgang um zirka 27 Prozent, wenn man zu dem Vorjahreswert noch die knapp 21 Millionen Euro hohen Einnahmen des erst im September 2002 fusionierten Partners Jumptec hinzuzählt. Allerdings hatte sich der frühere Wettbewerber zwischenzeitlich von der Tochtergesellschaft IBR GmbH aus Dorsten getrennt, Kontron gliederte unter anderem die TK-Abteilung von Kontron Kanada aus und reduzierte die Produktionslinien in Asien.

Trotz der anhaltenden Konjunkturflaute und dem starken Euro erhöhte Kontron den Auftragsbestand in den ersten drei Monaten des Jahres um vier Millionen auf 98 Millionen Euro. Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, die Betriebskosten gegenüber dem vorangegangenen vierten Quartal von 21,7 Millionen auf 19,2 Millionen zu senken.

Für das Gesamtjahr visieren die Echinger nun einen EBIT-Profit von mindestens sieben Millionen Euro an. 2002 hatte Kontron bei 215 Millionen Euro Umsatz einen Betriebsgewinn von 1,6 Millionen Euro geschrieben.(mb)