IFA 2019 – Neuheiten & Hype Cycles

Kochen Sie schon mit KI?

16.09.2019
Von  und
Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.


Florian beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.

Gartner Hype Cycles zur IFA 2019

Pünktlich zur IFA 2019 in Berlin veröffentlichte das Analystenhaus Gartner nicht nur aktuelle Zahlen zum PC- und Smartphone-Markt, sondern auch seine aktuellen Hype Cycles zu den Segmenten 3D-Druck, Drohnen und Smart Mobility:

Foto: Gartner

Gartner identifiziert folgende, wesentliche Markttreiber im Bereich der additiven Fertigung:

  • Kosteneinsparungen: Produktions-, Inventarisierungs- und Herstellungskosten zu senken, ist bei Produkten die nur in geringen Stückzahlen gefertigt werden, bereits realisierbar. Auch Werkzeuge herzustellen ist in der produzierenden Industrie bereits möglich. Im Trend liegen laut Gartner derzeit vor allem hybride Geräte, beispielsweise Systeme, die schneiden, schweißen und 3D-Erzeugnisse drucken.

  • Geschäftstransformation: Inzwischen sind branchenübergreifende Geschäftsmodelle umsetzbar, die digitales Manufacturing mit Angeboten für Nischenmärkte verknüpfen. Die Fortschritte des 3D-Drucks im Bereich Life Science beinhalten beispielsweise, künstliche Hornhaut mit Hilfe von "bioinks" herzustellen.

  • Agilität: Neue Wertversprechen können existierende Kundenbeziehungen maßgeblich verändern und dazu beitragen, schnell neue aufzubauen. Laut Gartner bringen 80 Prozent der Unternehmen, die auf 3D Printing setzen, Innovationen schneller an den Start.

  • Personalisierung: 3D-Druck ermöglicht einen Wandel vom Design für ideale Produktion, hin zur Produktion des idealen Designs. Generative Design-Algorithmen beziehen nicht nur Ästhetik, sondern auch Kosten, Nachhaltigkeit, Funktionalität, Zuverlässigkeit und Servicefähigkeit mit ein. In diesem Verfahren entstehen beispielsweise die Felgen für den Supersportwagen Ford GT40 im 3D-Printer.

Foto: Gartner

Geht es um vernetzte Fahrzeuge und Smart Mobility, sehen die Analysten von Gartner drei wesentliche Faktoren als Treiber der Technologie:

  • Micromobility: Die neue Technologie (die beispielsweise E-Roller und E-Bikes umfasst) schätzt Gartner hochdynamisch ein. Nach Meinung der Analysten könnte Micromobility den Hype Cycle in absoluter Rekordzeit durchlaufen.

  • "Trough of Disillusionment": Die Positionierung vieler Smart-Mobility-Technologien lässt die Analysten einen baldigen Durchbruch in Richtung Produktivität vermuten.

  • Mainstream: Vernetzte Fahrzeuge werden mehr und mehr zum Mainstream. Einige Technologien, die den Wandel hin zum dynamischen Fahrzeug treiben, sind inzwischen gereift. Gartner geht davon aus, dass im Jahr 2020 rund 255 Millionen vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen der Welt unterwegs sind.

Foto: Gartner

Im Bereich der Drohnen und mobilen Roboter sehen die Analysten insbesondere eine steigende Nachfrage nach erstgenannten Gadgets. Inzwischen gibt es in zahlreichen Ländern auch rechtliche Rahmenbedingungen für deren Betrieb.