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Kingston-Gründer kaufen ihre Firma zurück

20.07.1999
Trennung von Softbank

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - John Tu und David Sun, die beiden Gründer des auf Arbeitspeicherbausteine spezialisierten Anbieters Kingston Technology, kaufen für rund 450 Millionen Dollar die 80 Prozent ihres Unternehmens zurück, die sie im August 1996 an die japanische Softbank Corp. veräußert hatten. Die Japaner hatten seinerzeit rund 1,5 Milliarden Dollar für die Beteiligung hingeblättert. Grund für die Trennung ist die stark unterschiedliche Entwicklung der beiden Unternehmen. Kingstons CEO (Chief Executive Officer) Tu erläutert: "Softbank hat sich zunehmend auf seine Internet-basierenden Geschäftsaktivitäten konzentriert, Kingston hingegen seine Position im Bereich Memory ausgebaut." Es bestehe daher seit geraumer Zeit Einigkeit darüber, daß eine Unabhängigkeit von Kingston für beide Partner mehr Sinn

mache. Das Unternehmen erwirtschaftet als unabhängiger Hersteller von Arbeitsspeicher für Server, Workstations, Desktops, Notebooks und andere Geräte einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar.