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"Kernschmelze" bei Microsoft läßt auf sich warten

01.12.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat eingeräumt, daß sein kommendes Endkunden-Betriebssystem "Millennium" möglicherweise doch nicht das letzte Produkt auf Basis des altbekannten Kernels von Windows 95/98 sein wird. "Wir entwickeln ein neues Consumer-Windows, das den NT-Kernel benutzt", erklärte ein Firmensprecher gegenüber "Computergram". "Ob das aber schon das nächste sein wird, ist noch nicht geklärt."

Die Gates-Company bemüht sich schon seit Sommer 1997, die Consumer- und Profiversionen von Windows auf eine gemeinsame Codebasis zu stellen. Eigentlich war das entsprechende Endkunden-Windows spätestens als Nachfolger von Windows 98 vorgesehen, wurde dann aber zugunsten von Millennium, das vermutlich Mitte kommenden Jahres erscheint, weiter aufgeschoben. Warum die Verschmelzung von Windows 9x und NT so lange dauert, will Microsoft nicht verraten. Kenner der Materie vermuten, daß das Projekt wegen der zahlreichen Verzögerungen bei Windows 2000 hintanstehen muß.