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Kein Plus für Gemplus

02.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische Smartcard-Spezialist Gemplus hat im zweiten Fiskalquartal 2001 einen Nettoverlust von 39,8 Millionen Euro ausgewiesen. In diesem Ergebnis sind Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von rund 28,5 Millionen Euro enthalten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Gewinn von 23,3 Millionen Euro. Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen ausgenommen, ergab sich für den zweiten Dreimonatszeitraum 2001 ein operativer Verlust von 12,4 Millionen Euro gegenüber einem Profit von 34,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz fiel um acht Prozent auf 252,3 Millionen Euro.

Die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr hat Gemplus nach unten korrigiert. Während das Unternehmen zuvor noch von einer Umsatzsteigerung zwischen 25 und 30 Prozent ausgegangenen war, liegen die neuen Prognosen nun zwischen zwei und fünf Prozent. Der operative Verlust wird nach Einschätzung des Smartcard-Spezialisten zum Ende des Jahres etwa fünf Millionen Euro betragen. In früheren Prognosen bezifferte die Firma den operativen Gewinn für 2001 auf zwischen 90 und 100 Millionen Euro. Zudem hat Gemplus angekündigt, bis Ende des Jahres 567 der 7.800 Mitarbeiter zu entlassen, um weitere Kosten einzusparen. Das Unternehmen hat vor allem unter der gesunkenen Nachfrage der TK-Industrie nach seinen Produkten zu leiden. Dieser Bereich trägt mit etwa 70 Prozent zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.