Kalsruher Fraunhofer-Institut weist nach:

Kaum CIM im Stahl- und Holzgewerbe

19.05.1989

KARLSRUHE (vwd) - An erster Stelle bei der Nutzung von CIM-Techniken stehen in Deutschland der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Unternehmen der elektrotechnischen und kunststoffverarbeitenden Industrie.

Noch dünn gesät sind Computer-Integrated-Manufacturing-Produkte im Stahlbau, in Ziehereien und bei holzverarbeitenden Betrieben. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Karlsruher Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI).

Von 174 befragten Unternehmen des produzierenden Gewerbes setzen laut ISI heute etwa 66 Prozent ein Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS) in der Materialwirtschaft ein, berichtete die Nachrichtenagentur vwd. Knapp 40 Prozent arbeiten mit numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen (Computerized Numerical Control, CNC). Rechnergesteuerte Konstruktionsbeziehungsweise PPS-Systeme in der Zeitwirtschaft verwenden zur Zeit nur etwa 33 Prozent. Zehn Prozent der Gesellschaften nutzen Industrieroboter und lediglich fünf Prozent Fertigungssysteme.

Als weniger bedeutsam für den zögernden CIM-Einsatz bezeichnet das Karlsruher Fraunhofer-Institut in seiner Studie Defizite in der internationalen Normung von CIM-Komponenten. Eine ebenso kleine Rolle spiele das eingeschränkte Angebot der Hard- und Software-Hersteller.