Ratgeber Server-Systeme

Kaufberatung: Der richtige Blade-Server

31.07.2015
Von  und
Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.
Dipl. Inform. Johann Baumeister blickt auf über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung sowie Rollout und Management von Softwaresystemen zurück und ist als Autor für zahlreiche IT-Publikationen tätig. Sie erreichen ihn unter jb@JB4IT.de

Blades sparen Strom und Energie

Blades benötigen ein spezielles Gehäuse, das Blade-Chassis. Manche Hersteller, beispielsweise HP, sprechen auch von "Enclosures". Das Chassis ersetzt das 19-Zoll-Rack herkömmlicher Rack-Server. Dieses Gehäuse versorgt die Blade-Einschübe mit der zum Betrieb notwendigen Infrastruktur wie dem Strom und der Kühlung. Daher kann man bei Blades auf Baugruppen wie Lüfter und Netzteil verzichten. Das spart Platz und senkt durch die Bündelung in einer zentralen Versorgung die elektrische Leistungsaufnahme.

Ähnlich wie beim 19 Zoll-Rack-Schrank, dessen Anschaffung sich für den Betrieb von nur wenigen Einschüben kaum lohnen wird, verhält es sich mit den Blades und dessen Chassis - die Investition lohnt sich nur, wenn wenigstens 30 Prozent der Slots belegt sind. Ansonsten ist der Kostenaufwand für das Chassis im Verhältnis zu den eigentlichen Blades zu groß. Die Zentralisierung der Stromversorgung und der Kühlung hat aber auch Vorteile. Sie liegen in einem niedrigen Bedarf für Energie und Kühlung. Im Durchschnitt lassen sich dabei Einsparungen von 20 bis 30 Prozent erzielen. Dies ist ein messbarer Vorteil der Blades gegenüber den Rack-Servern. Dazu ist es aber notwendig, die Ausstattung der Blades bestmöglich auf den Anwendungszweck abzustimmen. Dies wirft erneut die Frage nach Hilfen zur Ermittlung der Last beziehungsweise der Kapazitätsplanung auf. IT-Entscheider müssen darauf achten, dass sie nicht ein zu leistungsstarkes System wählen und damit unnötige Kosten verursachen.