Ratgeber Karriere

Digitale Transformation

Karriereratgeber 2017 – Andreas Wartenberg, Hager Unternehmensberatung

04.05.2017
Vom 4. bis zum 17. Mai 2017 betreut der Personal- und Digitalisierungsexperte Andreas Wartenberg das Online-Karriereforum der CW. Er weiß bestens um die Veränderungen von Berufsbildern in Unternehmen im Zuge der digitalen Transformation Bescheid.

Andreas Wartenberg ist seit über 20 Jahren als Personalberater tätig und besetzt Management-Positionen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung auf Anbieter- und Anwenderseite über alle Branchen hinweg - die letzten Jahre bei der Hager Unternehmensberatung. Er hat sich seit vielen Jahren auf das Thema Digitalisierung, den damit einhergehenden kundenseitigen Anforderungen sowie den erforderlichen personellen Qualifikationen spezialisiert. Außerdem hat er diverse Workshops zum Thema Digitalisierung gehalten und war auf verschiedenen Foren als Redner aktiv.

Andreas Wartenberg von der Hager Unternehmensberatung ist Personal- und Digitalisierungsexperte.
Andreas Wartenberg von der Hager Unternehmensberatung ist Personal- und Digitalisierungsexperte.
Foto: Hager Unternehmensberatung

Stellen Sie Ihre Fragen an Andreas Wartenberg einfach unterhalb dieses Beitrags über unsere Disqus-Kommentarfunktion. Sie werden dann zeitnah beantwortet. (hk)

 

Andreas Wartenberg

Sehr geehrter Herr T.,

vielen Dank für Ihre Fragen und Ihr Interesse an dieser Diskussion.
Zentral für die Beantwortung Ihrer Fragen sind aus meiner Sicht zwei Faktoren: Geschwindigkeit und Steuerung der Digitalisierung. Es ist nicht zu bezweifeln, dass einige Funktionen im Unternehmen von Maschinen und Algorithmen zukünftig übernommen werden. Allerdings wird dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen und in Etappen stattfinden. Die digitale Transformation und die zu verändernden Prozesse müssen aber von Menschen und deren Know-how begleitet und gesteuert werden, sodass Humankapital weiterhin sehr bedeutend sein wird. Vor allem für internationale Gesellschaften sind „lokale Kenntnisse“ sehr wertvoll und nur Mitarbeiter können als Mediator zwischen Unternehmen und Markt/ Kunde agieren.

Es gilt – je höher die Ausbildung, desto unersetzbarer der/die Mitarbeiter(in). Dies bedeutet in der Regel „Fachkenntnisse“, die als Basis für die Anforderung an die Technik dienen. Ein fehlender technischer Background ist in dieser Hinsicht kein Manko.

Die industrielle Revolution hat den Menschen nicht ersetzen können, die digitale wird es auch nicht…

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Fragen hiermit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wartenberg

Alexander T.

Sehr geehrter Herr Wartenberg,

vielen Dank für die Einladung zur Diskussion in diesem Portal.

Ich betreue ein Team von 25 Mitarbeitern im Bereich Corporate Finance bei einem internationalen Konzern. Durch die enge Verknüpfung zu unserer internationalen Muttergesellschaft sind wir bei vielen Entscheidungen in starker Abhängigkeit von deren Vorgehen. Dies hat zur Folge, dass auch Innovationen wie Projekte mit digitaler Transformation zentral für uns ‚mit-entschieden‘ werden. Aus aktueller Sicht klingt der mir vorliegende Umsetzungsplan schlüssig und auch strategisch durchdacht.

Das Einzige, das mir und auch meinen Mitarbeitern mittlerweile Sorge bereitet, ist die Frage, ob wir am Ende des Prozesses noch als Mitarbeiter erforderlich sind oder ob durch die Digitalisierung unsere Arbeitsplätze dem technischen Fortschritt zum Opfer fallen können.

An dieser Stelle meine Frage an Sie und Ihre Erfahrungen rund um dieses Thema. In wieweit sehen Sie die Gefahr, dass die digitale Automatisierung selbst administrative menschliche Verwaltungstätigkeiten, die teilweise Entscheidungsbefugnisse über Milliardenbeträge hat, ersetzen kann?

Meine zweite Frage: wie sind die Chancen von Arbeitssuchenden auf dem Arbeitsmarkt, die keinen technischen Background haben, dafür aber fachlich in ihren eigenen Bereichen fundierte Kompetenzen mitbringen?

Für Ihre Antworten bedanke ich mich im Vorfeld!

Mit freundlichen Grüßen

Alexander T.

Andreas Wartenberg

Sehr geehrte Frau Kurz,

vielen Dank für Ihre Frage.

Generell sind alle Branchen von der digitalen Transformation betroffen. Unterschiede ergeben sich jedoch in der Geschwindigkeit, mit der Prozesse angepasst und Strategien umgesetzt werden. Auch mittelständische Industrieunternehmen brauchen Mitarbeiter, die solche Veränderungen begleiten und mit den neuen Herausforderungen wachsen können. Oft sind es aber die „Global Player“ der Industrie, die bereits über die neuesten digitalen Technologien verfügen und diese zum Einsatz gebracht haben.

Nach meiner Einschätzung könnten Sie sich mit Ihrer Erfahrung und den von Ihnen erwähnten IT-Skills in solchen Unternehmen am erfolgreichsten an der Schnittstelle zwischen Fachabteilungen und IT positionieren. Besonders auf der Dienstleisterseite (Vertrieb von speziellen IT-Lösungen) sehe ich für Sie gute Chancen in Vertriebspositionen, da sie dort spezifische Branchenexpertise mitbringen können.

Ich hoffe, Ihnen hiermit bei der weiteren Orientierung geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wartenberg

Tatjana K

Sehr geehrter Herr Wartenberg,

ich befinde mich aktuell in einer beruflichen Neusondierung, da mich mein berufliches Umfeld in einem mittelständischen Industrieunternehmen nicht mehr anspricht und ich ein Unternehmen suche, dass herausfordernde Aufgaben bereitstellt.

Wie ich gelesen habe, sind Sie auf Themen rund um die digitale Transformation spezialisiert und kennen auch die Anforderungen bzw. die veränderten Berufsbilder gut.

Mein aktueller Job Schwerpunkt liegt im Bereich IT-Vertrieb. Durch meine persönliche Affinität habe ich außerdem Grundkenntnisse in einigen Standard Programmiersprachen (C ++ , Java und HTML).

In meiner aktuellen Um-Orientierung würde ich gerne von Ihnen wissen, wie meine Chancen in einem digitalisierenden Unternehmen sind und welche Skills neben meinen bereits vorhandenen gefordert sind. Außerdem würde ich gerne Ihre Einschätzung haben, welche Branchen Sie als empfehlenswert für neue Herausforderungen mit diesen Schwerpunkten einstufen?

Vielen Dank für Ihre Antwort & beste Grüße
Tatjana Kurz

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