Ratgeber Karriere

Karriere in der Beratung

Karriereratgeber 2017 – Sarah Böning, MHP

26.01.2017
Von Johannes Königes
Vom 26. Januar bis 8. Februar 2017 beantwortet Sarah Böning, Personalexpertin von der Porsche-Tochtergesellschaft MHP, Fragen zu Karriereaussichten von Bewerbern, wie sich die formalen Aspekte einer Bewerbung in der digitalen Welt verändern.
Sarah Böning ist Personalerin bei MHP.
Sarah Böning ist Personalerin bei MHP.
Foto: MHP

Die Betriebswirtin Böning arbeitet seit zehn Jahren in der Personalabteilung der Management- und IT-Beratung MHP und hat in dieser Zeit eine Vielzahl von Interviews mit Kandidaten geführt und auch eingestellt. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 1650 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, der Schweiz, den USA, China, Rumänien und in England.

"Aktuell erleben wir eine extrem spannende Phase", sagt Sarah Böning. "Denn die Digitalisierung der Wirtschaft führt dazu, dass die Anzahl der Jobs im IT-Umfeld nochmals dramatisch zunimmt. Und gleichzeitig ändern sich die Anforderungsprofile erheblich: Kreativität und Business-Denken sind gefragter denn je." Was das für Informatik-Absolventen bedeutet und weshalb nun auch Schiffsbauingenieure über einen Karriere als IT-Consultant nachdenken sollten, diskutiert Sarah Böning gerne in den nächsten zwei Wochen mit den Leserinnen und Lesern der Computerwoche.

 

Sarah Böning

Guten Morgen Herr Dröfke,

freut mich, dass Sie „einfach mal“ nachfragen – dafür ist die Plattform da und die Chance sollte man individuell ergreifen!

Ich verstehe, dass Sie den Eindruck einer starken IT-Ausrichtung bei MHP gewonnen haben. Es ist auch ein sehr wichtiges Fundament und ein Erfolgsgarant von uns.
Vor allem im Zuge der Digitalisierung wird es der „Wachstum- und Innovationshebel“ für die Zukunft sein, der uns von Marktbegleitern auch abheben wird. Es gibt derzeit viele
Unternehmen, die in Sachen „Technologie-Basis“ aufholen müssen…

Welchen Eindruck wir allerdings nicht vermitteln wollen, ist die reine IT Fokussierung. Es gilt, die richtigen Menschen für die richtigen Themen zu begeistern & zu entwickeln und dann ist der einstige Studienbackground nicht mehr der entscheidende…und so können bei MHP Informatiker Karriere machen, BWL‘ler, Data Scientists, Physiker, Mathematiker…

Kommen wir zu Ihrer Vita:
Mit Ihrem Schwerpunkt Steuerlehre/ Wirtschaftsprüfung passen Sie sicherlich auch top zu Wirtschaftsprüfungsunternehmen bzw. Kanzleien – das ist für viele vermutlich der erste Weg worauf sie auch studiert haben. Ihre Argumentationskette in Bezug auf Restrukturierung, Rating & Risikobewertung kann ich gut nachvollziehen und ebnet den Weg für eine beratende Funktion – vor allem für einen strategischen Fokus. Bei MHP könnte ich mir vorstellen – ich kenne natürlich nicht Ihre komplette Vita ;-) – passen Sie entweder mehr in einen Bereich mit Fokus Finance & Banking oder auch in Restrukturierungsprojekte, wie wir sie beispielsweise in Supply Chain Projekten verantworten. Das können wir gerne „ausloten“, wenn Sie uns Ihre Unterlagen mal schicken und dann schauen wir, was aus der anfängliche Frage von Ihnen „ich frage einfach mal so“, sich spannendes entwickeln kann. ;-)

Bis bald & viele Grüße von MHP aus Ludwigsburg,
Sarah Böning

Marc Dröfke

Hallo Frau Böning,

nach einer ersten, kurzen Recherche fällt mir die starke Ausrichtung von MHP in Sachen IT auf. Wie sind denn die Einstiegsmöglichkeiten mit einer etwas anderen "Grundausstattung"? Ich studiere Wirtschaftsrecht (Kombination Jura/BWL) mit Schwerpunkt Steuerlehre/Wirtschaftsprüfung und habe in diesem Bereich durch ein Praktikum sowie eine Werkstudententätigkeit bereits Erfahrung sammeln können. Momentan bin in den letzten Zügen meiner Bachelorarbeit und werde danach einen Master mit Schwerpunkt Restrukturierungs-/Risiko-/Insolvenzmanagement anstreben (Gerade in Sachen Restrukturierung sehe ich Gemeinsamkeiten zur Beratung wie bspw.: Rating von Zulieferern, Risikovermeidung, etc.). Zwar gefällt mir der Bereich Steuern ganz gut, dennoch würde ich gerne noch etwas anderes kennen lernen. Technische Prozesse sowie die aktuellen Entwicklungen in Sachen Digitalisierung interessieren mich brennend. Auch deshalb dachte ich, frage ich einfach mal nach.

Viele Grüße
Marc

Ellekap

Hallo Frau Böning,

vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung. Ihre Informationen helfen mir sehr weiter. Insbesondere der Fokus auf eine langfristige Zusammenarbeit, den Sie hier hervorheben, weckt großes Interesse - gerade für mich als baldige Berufseinsteigerin (ja, meinem Namen kann man die richtige Anrede leider nicht so einfach entnehmen ;) ).

Somit reiche ich Ihnen bzw. Ihrem Recruiting-Team demnächst sehr gerne eine Initiativbewerbung ein. Falls Sie nichts dagegen haben, würde ich darin gerne Bezug auf unseren Austausch hier bei der CW nehmen.

Ich wünsche Ihnen noch gute Besserung und hoffe, dass Sie diese Woche wieder fit in den Berufsalltag starten können.

Viele Grüße,
Frau E. Kapourani

Sarah Böning

Guten Abend Herr B,.

…die Frage ist fast, wo hat die Digitalisierung noch keinen Einzug gehalten? ;-)

Ich denke, der Studienbackground ist „good to know“ aber entscheidend ist, was Sie in der Zeit interessiert hat, worin Sie besonders gut waren und was Sie für die Zukunft begeistert. Natürlich immer in Bezug zu den Bereichen, in denen Sie bereits praktisches
„Rüstzeug“ aus Praktika, Studienarbeiten o.ä. mitbringen.

Heutzutage ist die Studien-Landschaft so vielschichtig geworden und in den Benennungen ebenso vielseitig, dass viele Unternehmen sich schwerer damit tun als früher zu verstehen, was alles sich dahinter verbirgt. Und wenn Sie die Themen IoT und
besonders Connected Car reizen, betonen Sie im Anschreiben woher Ihr Interesse
kommt – durch Vorlesungen, Pressemeldungen, spannende Use Cases,
Erfahrungsberichte von Freunden – und natürlich auch welche Teilbereiche
speziell für Sie in Frage kommen. Gerade das Thema Connected Car ist
vielschichtig, von der Technik im Auto, über die Datenübertragung und -analyse
bis hin zur Strategieentwicklung, kann man alles zum großen Themenfeld
„Connected Car“ zählen.

Bei uns sind beide Themen tief in der Organisation verankert - in eigenen Geschäftsbereichen, aber auch übergreifender Funktion, da sie zukunftsorientiert für viele Fachbereiche entscheidend sein werden. Ich könnte Ihnen ad-hoc etliche Namen benennen, die sich dazu bei MHP top auskennen…doch das birgt immer das Risiko, nicht allen namentlich gerecht zu werden und dahinter steckt natürlich immer ein TEAM.
Zudem müsste ich besser wissen, was genau innerhalb von IoT und Connected Car Sie
interessiert – sind Sie eher derjenige, der „im“ Auto arbeiten möchte oder derjenige, der sich mehr rund um die Daten kümmert & auswertet? Daher empfehle ich Ihnen: Bewerben Sie sich, beziehen Sie sich gerne auf unseren Austausch hier auf der CW-Plattform, und wir hören uns dann zu einem ersten Interview – dann erfahren Sie mit Sicherheit mehr Insights…

Freuen uns Sie kennenzulernen!
Viele Grüße nun heute Abend aus BaWü ;-),
Sarah Böning

Sarah Böning

Guten Tag Frau Kapourani oder Herr Kapourani,
entschuldigen Sie bitte, ich rate bei der Anrede besser nicht. ;-)

zudem entschuldigen Sie bitte die späte Antwort, meine Antwortzeit war schon einmal besser. Leider war ich letzte Woche gesundheitlich etwas angeschlagen und habe mich am Wochenende erholt. Daher bin ich momentan etwas im Rückstand – beruflich und hier online bei der CW.

Ihr Background liest sich vielversprechend und ich denke, Sie haben gute Chancen bei
MHP einzusteigen, vor allem auch in Richtung Direkteinstieg nach Ihrer Thesis. Daher empfehle ich Ihnen eine Bewerbung auf initiativem Weg, innerhalb derer Sie beschreiben können, welche Erfahrungen Sie mitbringen – Digital Business, Porsche, Ausland & Co. – und welche Themenfelder Sie für die Zukunft reizen. Ideal angereichert mit „Themen-Ideen“ für Ihre Thesis. Im Anschreiben können Sie Ihre unterschiedlichen Optionen der Beschäftigungsart und -dauer unterbringen. Unser Recruiting-Team hat nun die schöne Aufgabe etwas passendes für Sie zu finden.

Sollten wir Ihnen kurzfristig, oder auch langfristig, eine passende Vakanz anbieten können, werden Sie zeitnah einen Anruf des Recruiting-Teams erhalten, um Sie im ersten Schritt telefonisch kennenzulernen. Sollte sich im Laufe des Telefonats ein Fit zur Beratung, insbesondere MHP, herausstellen, dann sprechen wir verschiedene Fachbereiche an und loten die Chancen individuell aus. Ein Prozess, der bei uns nicht unüblich ist, zumal – wie Sie aufmerksam bemerkt haben – wir selten Thesis-Arbeiten aktiv ausschreiben.

Wichtig ist uns stets eine langfristige Zusammenarbeit: Das heißt nicht nur für X Monate als Werkstudent oder Thesis-Student, sondern ein Fundament aufzubauen, sich intensiv kennenzulernen…und wenn beide Seiten einen 100% Match haben, dann ist Ihr Berufseinstieg vielleicht früher „safe“ als Sie dachten. ;-)

Daher genießen Sie aktuell unbedingt Ihr Auslandssemester – die Kultur, die Menschen & die Landschaft, die Arbeitswelt, die Freizeit…alles was dazu gehört.
Eine prägende Zeit, wo auch immer Sie sein mögen…;-)

Beste Grüße zurück,
Sarah Böning

Timo B.

Hallo Frau Böning,

ich schließe in kürze mein Studium in Elektrotechnik und Informationstechnik mit dem Schwerpunkt Kommunikationstechnik ab. Das Studium bestand nun schon länger nicht mehr aus klassischer Elektrotechnik, sondern vielmehr aus Informatik und Softwareentwicklung. Die Digitalisierung hat also auch hier schon Einzug erhalten. Auch wenn die Elektrotechnik nicht so weit von der Informatik entfernt ist wie der Schiffsbau – was sollte man mitbringen, wenn man bei MHP einsteigen will?

Inzwischen bewegen mich Themen wie IoT, und vor allem auch Connected Car. Was macht MHP in diesen Bereichen und wie kann ich mir die Arbeit dabei vorstellen?

Viele Grüße Timo B.

Ellekap

Guten Tag Frau Böning,

ich absolviere aktuell meinen Master in Management im Ausland. Meine Master-Thesis würde ich idealerweise mit Praxisbezug schreiben und suche somit das richtige Unternehmen hierfür. Aufgrund meiner bisherigen Berufserfahrungen im Bereich Automobil (u.a. Porsche AG) kombiniert mit meiner aktuellen akademischen Spezialisierung in Digital Business innerhalb meines Masters, ist dabei MHP seht stark in meinen Fokus gerückt.?Leider werden nur selten Stellen direkt für Abschlussarbeiten ausgeschrieben. Da ich sehr flexibel bin, kann ich mir auch vorstellen ein Praktikum mit anschließender Abschlussarbeit zu absolvieren.

Meine Frage an Sie lautet nun, wie gehe ich da am besten vor: mit einer Bewerbung auf eine Praktikumsstelle, die zu einem bestimmten Themengebiet passt oder raten Sie vielmehr zu einer Initiativbewerbung? Wie und an welcher Stelle drücke ich meinen Wunsch nach dem Erstellen einer Abschlussarbeit am besten in einer Bewerbung aus??

Vielen Dank im Voraus für den möglichen Austausch über diesen Kanal.

Herzliche Grüße,
E. Kapourani

Sarah Böning

Sehr geehrter Herr Tuncer,

ich bin beeindruckt – bereits in der Schulzeit so viele Praktika in Unternehmen? V.a. mit Schwerpunkt Automotive - toll!

Früh erste Einblicke zu gewinnen ist eine sehr gute Chance zu erkennen, was einem liegt oder für was man sich begeistern kann…Vor allem, wenn Sie das bereits in der 12. Klasse merken.

Wir bieten ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik in Stuttgart an – die Stelle dazu haben Sie ja bereits im Job Locator gefunden. ;-) Allerdings bezieht diese sich auf den Start im Oktober 2017, wenn Sie sich dafür noch bewerben möchten müssten Sie sich beeilen! Der Auswahlprozess für 2017 ist aktuell in den letzten Zügen. Für 2018 haben
Sie noch einen guten Vorlauf – idealerweise sollten Sie sich neun bis zwölf Monate
vorher über unseren Job Locator bewerben. Lieber fast zu früh als zu spät. ;-)

Für Ihre Bewerbung empfehle ich Ihnen, v.a. Ihre Einblicke aus den Praktika hervorzuheben – schildern Sie Beispiele, die Sie spannend fanden oder bringen Sie Ihre privaten Interessen ein, wofür Sie sich begeistern. Direkt nach der Hochschulreife bringt man noch kaum fachliche Vorerfahrung mit, da ist es umso wichtiger Sie als Mensch innerhalb Ihrer Bewerbungsunterlagen kennenzulernen.

Dann freuen wir uns, wenn Sie sich bald bei uns bewerben! Und Ihnen erstmal noch viel Erfolg bei den Abschlussprüfungen & eine tolle Zeit in der Schule – genießen Sie es!

Freundliche Grüße zurück nach Ulm,
Sarah Böning

Kubilay Tuncer

Sehr geehrte Frau Böning,

ich besuche zur Zeit die 12. Klasse der Robert Bosch Schule Ulm im Technischen Gymnasium mit dem Profilfach Informationstechnik. Ich werde meine Allgemeine Hochschulreife im Jahr 2018 erwerben. Ich strebe ein Duales Studium an, dies würde ich gerne in Ihrem Unternehmen tun. Denn, ich bin auf Sie durch den Job Locator von Porsche aufmerksam geworden. Dann habe ich mit großem Interesse Ihre Firmenhomepage mir durchgelesen und bin davon überzeugt als Dual Student meinen beruflichen Werdegang mit Fleiss und Disziplin zu absolvieren. Um Einblicke in die Arbeitsabläufe eines Wirtschaftsinformatikers zu bekommen, habe ich einige Praktikas, in den Unternehmen wie BMW Car.-IT , esolutions und Harman Becker Automotive Systems absolviert.

Ich habe ein paar Fragen bezüglich des Dualen Studiums.
In dem Job Locator ist die Stelle Duales Studium Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik offen. Ist dies für das Jahr 2018?
Die zweite Frage wäre, wie kann ich unter den anderen Bewerben hervorstechen,welche Tipps würden Sie mir geben dies bezüglich.

Mit freundlichen Grüßen

Kubilay Tuncer

Sarah Böning

Hallo Herr „Robert“, ;-)

da sprechen Sie einen guten Punkt an.
Grundsätzlich ist in der Beratung natürlich das A&O die „Reiselust“. Sie sollten sich überlegen, was für Sie im Rahmen dessen wünschenswert ist. Ist Ihnen Regionalität wichtig und/oder besonders internationaler Reiseumfang, wie viele Nächte im Hotel oder in einer Projektwohnung können Sie sich pro Woche vorstellen...? Und das sollten Sie sich auch wirklich gut überlegen, v.a. unter dem Aspekt, dass Sie das meist nicht nur vier Wochen am Stück machen werden.
Ich finde, das Schöne an der Beratung ist die Abwechslung…sprich wochen-/ monatelange direkt vor der Haustür, dann mal international in verschiedenen Ländern und im Anschluss für Monate in einer netten Projektwohnung in Hamburg. Wenn man die Abwechslung, die Flexibilität und Dynamik mag, wird man die Beratung mögen & lieben lernen! Zudem, so darf man nicht vergessen, gibt es auch in Beratungen zahlreiche Optionen mehr „remote“ tätig zu sein, wenn die Reiselust nicht so ausgeprägt ist oder private Rahmenumstände zum aktuellen Zeitpunkt nicht ideal dafür sind. Spannende Karrierechancen bieten sich zum Beispiel im Bereich Managed Services, in internen Rollen oder auch auf langfristigen Projekten bei Key Accounts, innerhalb derer man oftmals einen anderen Planungshorizont hat.

Zu Ihrer Frage mit der Nähe zum Office – das ist oftmals sicher „charmant“. Nach dem Motto: Kurz rüber, Kollegen treffen, Networking, eine Schulung, ein Meeting, After Work Events, etc.. Bringt Ihnen nur zugegebenermaßen auch nicht viel, wenn Sie prompt die ganze Zeit 500 km entfernt auf einem Projekt sind ;-) Gut ist bei MHP, dass wir mittlerweile deutschlandweit sehr gut vertreten sind und Städte wie Stuttgart (Ludwigsburg), München, Nürnberg, Frankfurt, Essen, Wolfsburg und Berlin abdecken. Ich würde letztlich, vor allem Berufseinsteigern, eine Nähe zum Office raten – das Thema Networking ist nicht zu unterschätzen und da ist die Office-Nähe definitiv ein großer Pluspunkt.

Und „wo“ werden Sie sich bald bei MHP bewerben? ;-)

Viele Grüße zurück,
Sarah Böning

Thomas S.

Guten Mittag Frau Böning,
ich danke Ihnen vielmals für die ausführliche & zügige Beantwortung meiner Fragen! Tatsächlich hatte MHP zum Zeitpunkt meiner letzten Bewerbung noch deutlicher weniger als 1000 Mitarbeiter...es hat sich definitiv sehr viel getan seitdem!
Bis demnächst & beste Grüße, Thomas S.

Sarah Böning

Guten Morgen Frau Lehner,

freut mich besonders, wenn Sie sich bald bei uns bewerben – beziehen Sie sich im Anschreiben gerne auf unseren Austausch hier auf der Computerwoche. Hilft meiner bzw. unserer Erinnerung. ;-)

Wie Sie sich in Kürze beschreiben, würde ich Sie weniger als „Quereinsteigerin“ beschreiben. Thematisch passt W-Informatik generell sehr gut zur IT-Beratung.
Kommt natürlich darauf an, welchen Beruf Sie zuvor ausgeübt haben, auch wie lange, und was Sie vor allem bewegt hat sich zu verändern. Und das wäre dann auch schon
die „Story-Line“ für Ihr Anschreiben. Und wenn Sie es dann noch schaffen das in Bezug auf die Firma und eine mögliche Rolle zu beziehen, würde ich es als gelungenes Anschreiben bezeichnen. Beim Anschreiben gilt es immer authentisch zu bleiben – sich nicht zu verstellen. Manche Anschreiben klingen manchmal – verzeihen Sie hier bitte meine direkte Art – wie „Liebesbriefe“ an den neuen Arbeitgeber (“Damals träumte ich schon von…“). Ich persönlich kann zugegeben: Vor elf Jahren träumte ich noch nicht
von MHP, aber mich reizte eine junge, aufstrebende Firma mit großen Zielen und dabei einen aktiven & gestalterischen Beitrag zu leisten.

Zum Thema Lebenslauf das Wichtigste: Kurz, fokussiert & übersichtliche Struktur. Ich würde mich nach wie vor an eine maximale Seitenanzahl von 2 Seiten halten.
Was mir aktuell gut gefällt, viele Lebensläufe – oft aus dem Umfeld Data Science oder User Experience Design – sind sehr kurz, fokussiert und übersichtlich, und noch dazu optisch sehr positiv ins Auge fallend. Kreativ, aber ohne verspielt zu sein. Wenn man hier seine Kreativität gekonnt einbringen kann – toll!

Wenn Sie weitere Detailfragen haben – nur zu, gerne! ;-)

Viele Grüße heute von MHP aus Nürnberg,
Sarah Böning

Maria Ludwig

Hallo Frau Böning,

Ihre Argumente vor allem im Bezug auf die Werte von MHP haben mich neugierig gemacht. Sobald ich mein Masterstudium beendet habe, werde ich mich auf jeden Fall bei MHP bewerben und wer weiß, wo die Reise hinführt.

Vielen Dank für ihre Tipps und viele Grüße aus München
Maria Ludwig

Robert

Hallo Frau Böning,

Ich hab in Foren gelesen, dass es als Junior Consultant sinnvoll wäre in der Nähe eines Standortes zu wohnen. Würden Sie dem zustimmen oder reicht es aus für die Anfangszeit im Unternehmen in der Nähe zu wohnen?
Und wie sieht es perspektivisch aus, also sind die Kunden deutschlandweit verteilt oder befinden sie sich eher in der Nähe der Standorte?

Viele Grüße
Robert

Melissa Lehner

Hallo Frau Böning,

ich bewerbe mich demnächst bei mehreren Firmen im Bereich IT-Consulting, auch bei MHP. Durch die Weiterbildung zur Wirtschaftsinformatikerin bin ich Quereinsteiger in dieser Branche.
Nun zu meinen Fragen, wie hebt man sich in diesem Fall von anderen Bewerbern am besten ab? Was darf im Anschreiben oder im Lebenslauf auf keinem Fall fehlen?
Ich freue mich auf Ihre Antworten.

Viele Grüße

Melissa

Sarah Böning

Hallo Frau Ludwig,

ich freue mich über ihre Fragen und gehe gerne Punkt für Punkt darauf ein.

1) Bewerbung
Wenn Sie bereits einen Bekannten bei MHP haben, schicken Sie ihm direkt Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben und relevante Zeugnisse) und er wiederum wird sich schnell an uns – das MHP Recruiting Team – wenden. Das hat zwei Vorteile: Ihr Bekannter kann direkt eine erste Referenz für Sie aussprechen, zudem haben wir MHP-intern ein ausgefeiltes Mitarbeiterempfehlungs-Programm namens „MakeTheTeam“ und Ihr Bekannter wird auch ein Eigeninteresse daran haben Sie für MHP ins Spiel zu bringen. ;-)

2) Assessment Center
Sobald Ihre Bewerbung im System ist, prüfen wir Ihren CV auf mögliche Chancen bei uns. Im Best Case bekommen Sie dann direkt die erste Einladung zu einem telefonischen Kennenlernen mit einer Kollegin aus unserem Recruiting-Team. Dieses Gespräch hat einen Umfang von ca. 10 bis 15 Minuten und „pointiert“ die wichtigen Stationen Ihrer bisherigen Vita, mit dem Ziel herauszufinden, ob und wo Sie zu MHP passen könnten und auch welche Leitplanken wir kennen sollten. Diese sind oft in den reinen Papierunterlagen nicht ausreichend erkennbar – an der Stelle sage ich immer gerne: „Papier ist geduldig, entscheidend ist welche Personality dahinter steckt und die wollen wir schließlich kennenlernen“. Im erneuten Fall des Best Case werden Sie direkt zum persönlichen Kennenlernen eingeladen – hier gibt es aktuell zwei Wege: Ein Gespräch mit den verantwortlichen Service-Unit Kollegen und HR oder ein Auswahltag zusammen mit anderen Bewerbern. Assessment Center im klassischen Sinne würde ich es nicht nennen, weil wir an den „Kennenlern-Tagen“ auch viel Wert darauf legen, nicht nur Sie von Kopf bis Fuß kennenzulernen sondern auch viel von uns als Company preiszugeben. Am Ende brauchen wir immer das Commitment auf beiden Seiten!

3) USP von MHP
Und damit kommen wir schon auf Ihre letzte Frage…ich denke, an der Stelle ist ´Commitment´ eine gute Überleitung. Was ich an MHP seit über zehn Jahren SEHR zu schätzen weiß, ist das Commitment aller „Gas zu geben“. Das klingt vielleicht von außen etwas abgedroschen oder gar selbstverständlich – doch wie viele bei uns eine
Extrameile gehen ist erstaunlich! Auf das Team und deren Erfolg der letzten
Jahre bin ich auch sehr stolz…wir sind keine kleine MHP Familie mehr. ;-)

MHP hat bis im Jahre 2025 folgende Vision vor sich: „Wir sind der renommierteste Business- und Technologie-Partner zur Gestaltung der Zukunft des Ökosystems von Automotive und Manufacturing.“ Und hier steckt, wie ich finde, viel USP in uns im Vergleich zu unseren Marktbegleitern. Wir nehmen uns nicht zwingend vor in allen Rankings die Nr. 1 zu sein, doch unser Anspruch bleibt: Premium zu sein und für unsere persönliche Zielgruppe die Nr. 1 zu sein. Mit unserem Beratungsportfolio sind wir auch für die Zukunft der Digitalisierung bestens aufgestellt, weil wir die Technologie von der Tiefe her beherrschen wie kaum eine andere Beratung…und das bringt uns die Nasenlänge nach vorne. Und neben dem rein wirtschaftlichen Erfolg, zählt für uns vor allem die Menschlichkeit – dass wir leidenschaftlich für unsere Ziele arbeiten, uns authentisch zeigen, auch Empathie rüberbringen wollen…und diese „weichen“ Werte, erleben Sie sobald Sie uns treffen. Bis bald zu Ihrer Bewerbung? ;-)

Wenn Sie dazu noch mehr Fragen haben, hake Sie gerne nach...ich bin noch ein paar Tage online. Ihnen weiterhin einen guten Wochenstart!

Viele Grüße heute aus NRW,
Sarah Böning

Maria Ludwig

Hallo Frau Böning,
ich habe von einem Bekannten mitbekommen, dass MHP eine sehr junge und moderne Firma sein soll und würde mich daher gerne bei Ihnen als Junior Consultant Digital Business bewerben. Diese Stelle habe ich im Job Locator auf ihrer wirklich gelungenen Homepage gefunden.
Könnten sie mir einen Tipp geben, wie ich mich am Besten auf das Assessment Center vorbereiten kann (falls es soweit kommen sollte)? Wie verläuft generell der Bewerbungsprozess bei MHP?
Außerdem würde mich sehr interessieren, was MHP von anderen Unternehmensberatungen (wie z.B. KPMG oder Capgemini) unterscheidet?
Vielen Dank schon im Voraus für Ihre Hilfe
Maria Ludwig

Sarah Böning

Guten Morgen Herr S.,

„…vor einigen Jahren im Zuge des Bewerbungsverfahrens…“ Ich muss
zugeben, Sie machen mich neugierig. Wann das war, für welche Stelle und mit welchen
Ausgang? ;-) Ich vermute, damals hatte MHP noch 300-400 Mitarbeiter weniger? Heute stehen wir bei knapp 1800 MHP´lern.

Es freut mich sehr, dass Sie uns seither im Blick behalten haben und weiterhin Ihr Interesse an MHP bekunden. Auch wir haben bei jeglichen Recruiting-Prozessen einen langfristigen & strategischen Blick. Es gibt immer wieder bewusste Gründe unterschiedlichster Art, sich nicht „jetzt“ füreinander - keine adäquate Rolle, andere Erwartungen an die fachliche Kompetenz oder auch oft private Rahmenbedingungen. Es lohnt es sich Kontakte langfristig aufzusetzen und sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Erinnerung zu rufen. Daher melden Sie sich gerne wieder bei uns! Dabei kommen wir direkt auf Ihre Frage…

Grundsätzlich ist es immer ideal, wenn Sie uns Ihre Unterlagen über unsere Homepage bzw. den MHP Lob Locator senden – als Bewerbung auf eine explizite Stellenanzeige oder auch sehr gerne initiativ, v.a. bei Professionals. Hier dazu der Link: https://jobs.mhp.com/. Wir prüfen stets alle Chancen & Optionen bei MHP. Eine E-Mail mag aus der Sichtweise des Bewerbers vermeintlich schneller gehen, jedoch ist der Weg zur verantwortlichen Person innerhalb des Recruitings länger. Eine Bewerbung über unsere Homepage führt dazu, dass wir umso schneller mit Ihnen den direkten
Kontakt aufnehmen können. Da sind unsere Prozesse, so denke ich, im Thema
Schnelligkeit mitunter Benchmark. Probieren Sie es gerne aus. ;-)

Ich wünsche Ihnen für heute einen guten Endspurt ins Wochenende & bis einst
wieder?

Viele Grüße,
Sarah Böning

P.S. zurück: Bei der Frage musste ich zunächst schmunzeln…das
ist stets von vielen ein Lieblingsthema, v.a. ein auch sehr subjektives. ;-) Im Kern halte ich es für sehr wichtig – da wir im Consulting Business sind – stets „kundenorientiert“ zu agieren und uns je nachdem, wie man vor Ort den Kunden erlebt, auch anzupassen. Wichtig ist natürlich auch, sich selbst stets treu zu bleiben, also authentisch zu sein. Und da sollte jeder für sich beantworten, welchen Stil man vertreten möchte und inwieweit man bereit ist sich anzupassen. Ich merke selbstverständlich über die Jahre einen „Wandel“: Eine Veränderung auf Seiten der Bewerber, aber auch interne Erwartungen an den Dresscode bei Business Meetings, bei Events, selbst für
Bewerber-Interviews…u.a. natürlich bezogen auf unser MHP Lab in Berlin. Glauben
Sie mir, dort treffen Sie kaum klassische Anzüge, sondern eher Mütze &
Hoodie. Die IT-Beratung stellt sich einer Art „Dresscode Transformation“ und
MHP wird sich dazu für die Zukunft noch bewusster entscheiden, wie wir
authentisch und weiterhin professionell bleiben wollen. Es bleibt spannend ;-)

Sarah Böning

Hallo Frau K. aus Bochum ;-)

freut mich zu hören, dass Sie MHP direkt mit Digitalisierung in Verbindung bringen.

Digitalisierung, digitale Transformation sind aktuell Buzzwords, die in aller Munde sind. Gefühlt sehe ich zur Zeit kaum eine Bewerbung ohne diese…;-)

Daher halte ich es persönlich für wichtig, diese Worte bewusst zu wählen und in der Bewerbung einzusetzen. Ideal belegen Sie Ihre Erfahrung im Lebenslauf durch Berührungspunkte mit den Themen - sei es an der Hochschule oder durch praktische Erfahrung in Unternehmen.

Sollte dies nicht der Fall sein (was durchaus bei den meisten Absolventen der Fall ist), bringen Sie Ihr Interesse und Ihre Neugier im Anschreiben
zum Ausdruck. Fragen Sie sich am besten selbst, was Sie reizt. Was kennen Sie aus den Medien, von Firmen, von neuen & innovativen
Geschäftsmodellen etc., die Sie faszinieren. Und bringen Sie solche Anregungen und Beispiele ins Anschreiben, um dem Leser einen „individuellen Eyecatcher“ zu liefern. Der Leser – oftmals im 1. Schritt der Recruiter – sieht gerne, wenn man das Gefühl bekommt, man hat sich damit wirklich auseinander gesetzt und überlegt, wie man sich selbst dazu kreativ / querdenkend einbringen kann. Und Querdenker suchen die Firmen aktuell definitiv…und wir erst recht ;-)

Daher wünsche ich Ihnen viel Freude beim Formulieren und vorerst guten Endspurt für Ihr Studium!

Beste Grüße heute aus Essen,
Sarah Böning

Thomas S.

Sehr geehrte Frau Böning,
ich freue mich sehr von Ihnen hier bei der Computerwoche zu lesen.
Vor einigen Jahren hatten wir uns, im Zuge eines Bewerbungsverfahrens, kennengelernt. Leider haben wir zur damaligen Zeit nicht zueinander gefunden, standen aber über Xing noch etwas in Kontakt. Trotzdem - oder vielleicht eben aus diesem Grund - ist mir MHP in sehr positiver Erinnerung geblieben. Nun zu meiner Frage: Wenn ich mich nun nochmal bewerben möchte, ist der richtige Weg sich in einem solchen Fall über Ihre Homepage zu bewerben oder direkt via E-Mail?
Herzlichste Grüße,
Thomas S.
P.S: Ich kenne MHP noch aus einer Zeit, als man als Consultant immer Anzug mit Krawatte trug. Nun hat sich MHP in den letzten Jahren auch vielen innovativen & kreativen Themen verschrieben, hat sich am Dresscode etwas geändert?

Karina Klein

Hallo Frau Böning,

bald werde ich mein Masterstudium beenden. Großes Interesse habe ich an allem rund
um Digitalisierung.

Ich hab gehört dass MHP hier ganz gut unterwegs ist. Haben sie mir eine Empfehlung
auf was ich in meinem Anschreiben & Lebenslauf achten muss?

Grüße
aus Bochum, K.

Sarah Böning

Liebe Leserinnen und Leser der Computerwoche,

die Digitalisierung hat zwar bereits eine enorme Dynamik entfaltet – dennoch stehen wir gerade erst am Anfang. Klar also, dass der ohnehin schon hohe Bedarf an Mitarbeitern mit einem Technologie-Background weiter steigt. Für die Unternehmen wird es immer
wichtiger – und gleichzeitig schwieriger –, geeignete Kandidaten zu finden. Hochschulabsolventen und Professionals auf allen Ebenen haben deshalb die freie Auswahl und müssen sich kaum noch bemühen.

Nein. Nicht ganz. Denn auch wenn die Arbeitgeber vermeintlich unter Druck stehen, achten sie sehr genau darauf, wen sie einstellen. Vielleicht sogar mehr denn je. Arbeitnehmer sollten
ihre Bewerbung also nach wie vor ernst nehmen – und nicht als bloße Formsache abtun. Clevere Kandidaten nutzen ihre Bewerbung als Chance, ein Unternehmen zu finden, das zu ihnen passt.

Sieht also die Bewerbung im Zeitalter der Digitalisierung anders aus? Worauf achten Recruiter heute besonders? Und wie kann ich als Bewerber meine Stärken pointiert herausstellen? Über diese und weitere Fragen tausche ich mich in den kommenden Tagen gerne
mit Ihnen aus.

Ich freue mich auf einen lebhaften Dialog!

Ihre
Sarah Böning

Sarah Böning

Liebe Computerwoche-Leser,

vorweg erstmal 1000 DANK – ich habe mich sehr gefreut, dass Sie in den letzten Tagen so aktiv waren und sich den Karriere-Ratgeber der Computerwoche zu Nutze gemacht haben. Ich war im Vorfeld sehr neugierig auf Ihre Fragen und kann nun sagen, dass es mir wirklich Freude bereitet hat, diese zu beantworten. Toll, dass ein so spannender Austausch entstanden ist. Vielleicht kommen auch im Lauf des Tages heute noch weitere Fragen oder Kommentare...

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar „Inisghts“ geben und biete Ihnen gerne an, weiter mit uns in Kontakt zu bleiben.

Zum zukünftigen Networking können Sie mich gerne bei Xing und/ oder LinkedIn kontakten:
https://www.xing.com/profile/S...
https://de.linkedin.com/in/sar...

Darüber hinaus können Sie auch gerne den „heißen Draht“ unserer Bewerber-Hotline nutzen: Tel. +49 (0)7141 7856-1600

In diesem Sinne vielleicht bis bald – ich würde mich freuen!

Beste Grüße via Computerwoche,
Sarah Böning

Sarah Böning

Sehr geehrter Herr Beck,

wie Sie Ihre Situation beschreiben habe ich den Eindruck, dass Sie sich an einem „Gabelweg“ sehen, entweder eine fachlich orientierte Karriere einzuschlagen oder eher eine vertriebs- und/ oder personalorientierte. Ich empfehle Ihnen dabei, in sich hinein zu hören und sich selbst zu fragen, was Sie schlichtweg besser können und wofür Sie – und das ist in meinen Augen der entscheidende Punkt – mehr Leidenschaft hegen. Zudem sollten Sie auch reflektieren, wie Kollegen und Ihr Vorgesetzter Sie wahrnehmen und einschätzen. Wenn Sie diese Überlegungen machen werden Sie, so vermute ich, relativ schnell merken, welcher Weg der bessere für Sie ist.

Ihre genannte Gehaltsangabe ist schwer professionell zu beurteilen oder zu kommentieren. Ob diese angemessen ist oder nicht hängt von vielen Umständen ab: Ihrer relevanten Berufserfahrung, Ihrem Bildungsabschluss, Ihren fachlichen „hot Skills“, ob sie in einer kleineren Firma arbeiten oder eher im Konzern, welche Verantwortungsspanne Sie tragen in Richtung Projekte & People, Ihrer Persönlichkeit, dem Peer Vergleich in der jeweiligen Abteilung, Ihrer Reisebereitschaft usw…

Entsprechend kann ich Ihre Aussage mit meiner Erfahrung weder grundlegend bestätigen noch ihr widersprechen. Anhand eines spezifischen Individualfalls könnte man die Situation sicher besser bewerten bzw. beurteilen. Ich hoffe, dass ich Sie bei Ihren Fragen dennoch unterstützen konnte. Gerne dürfen Sie via Xing auch nochmal direkt auf mich zukommen.

Mit freundlichen Grüßen zurück,
Sarah Böning

Jürgen Beck

Sehr geehrte Frau Böning,

ich arbeite seit ein paar Jahren als SAP BW-Berater und überlege aktuell in welche Richtung ich meine Karriere weiterentwickeln soll. Hierbei stellt sich für mich insb. die Frage, ob ich mich eher in eine fachliche Richtung (sei es technologisch oder fachlich) spezialisieren soll oder ob ich eine „klassische Karriere“ über Projektleitung und Personalverantwortung anstreben soll. Sicherlich nicht der einzige, aber eben auch ein Aspekt ist dabei das Gehalt.

Ich habe gelesen, dass die höheren Gehälter interessanterweise nicht an die Mitarbeiter der ersten Führungsebene (Projektleiter und Personalverantwortliche der ersten Ebene) gezahlt werden, sondern an Spezialisten in gefragten SAP-Gebieten. Wobei letztere bei voller Reisebereitschaft und inklusive variabler Gehaltsbestandteile Gehälter von jährlich 100.000-120.000 Euro erzielen sollen.

Deckt sich dies mit Ihren Erfahrungen?

Vielen Dank für Ihre Auskunft!

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Beck

Sarah Böning

Guten Morgen Herr Christian ;-)

ad-hoc würde ich vorschlagen, Ihre Fragen am Telefon zu klären – denn es gibt hier wirklich viel zu erzählen. Genau diese Aspekte sind im Bewerbungsgespräch oft die Themen Nummer.

Bei MHP gibt es im Consultingbereich insgesamt sieben Karrierelevels: vom Junior Consultant bis zum Partner. Beförderungen finden bei uns jährlich statt und basieren auf einem Raster mit klar definierten Rollen, Kompetenzen, Eigenschaften etc. eines jeden Levels. Darüber hinaus existieren aber auch gewisse informelle Abstufungen: z.B. die Kollegen, die gerade Senior Consultant wurden oder jene, die gerade auf dem Sprung zum wiederum nächsten Level des Managers sind.

Bei Ihnen als Hochschulabsolvent achten wir darauf, was Sie in Ihrem „Rucksack“ an relevanter Vorerfahrung mitbringen: Bachlor, Master, Auslandserfahrung, vorherige Ausbildung, Ihre Persönlichkeit als potenzielle Berater und vor allem mitentscheidend ist Ihre bisherige Praxiserfahrung. Daraus machen wir uns im Verlauf der Bewerbungsgespräche ein Bild und setzen Sie vor allem auch in den Vergleich zu unserem aktuell bestehenden Team. So entsteht auch ein „typisches“ Gehalt – eine konkrete Zahl jetzt zu benennen, würde ich an dieser Stelle als unprofessionell erachten. Es kommt immer auf die individuellen Umstände an. Im Übrigen spielt auch mit hinein, wann Sie im Unternehmen starten bzw. wann die nächsten Gehaltszyklen sind – dieser Faktor kann das Gehalt ebenso noch beeinflussen.

Bei uns besteht das Gehaltspaket bei Absolventen aus einem Fixum (12 Monatsgehälter) + zweierlei Arten von Boni: ein Auslastungsbonus, der die Leistung ggü. dem Kunden miteinschließt und ein sog. Excellence Bonus in Performance, der mehr die interne Performance berücksichtig (durch Feedbacks von Projektleitern, inwieweit Sie interne Prozesse unterstützen etc.). Der erste Bonus ist rein mathematisch, wohingegen der zweite Bonus im Ermessen des jeweiligen Vorgesetzen liegt. Darüber hinaus haben wir verschiedene Optionen, die wir im Kontext „Mobility“ anbieten können: Company Car, BahnCard oder ähnliches – auch hier kommt es wieder darauf an, wie man gerne reist und auch auf was man wert legt.

Hoffentlich konnte ich Ihre Fragen weitgehend beantworten – bei weiteren individuellen Fragen, können Sie mir gerne schreiben und ich rufe Sie auch gerne an. sarah.boening@mhp.com

Beste Grüße im Moment aus München,
Sarah Böning

Christian

Vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Antwort.
Sie sprechen verschiedene Karrierelevel bei MHP an. Können Sie hierzu noch einen Einblick geben? Also welches Karrieremodel gibt es und wie kann eine Entwicklung innheralb dieses Karrieremodels aussehen?

Und ich weiß über das Gehalt spricht man in Deutschland eigentlich nicht aber was sind hier realistische Gedankenspiele eines Hochschulabsolventen?
Unterscheiden Sie Bachelor und Master Abschlüsse?
Und wie gestaltet sich ein typisches Gehalt bei MHP? (Schlagworte wie Fixgehalt, Prämien und sonstige Nebenleistungen).

Vielen Dank
Gruß Christian

Sarah Böning

Sehr geehrter Herr M.,

Ihre Voraussetzungen klingen sehr vielversprechend und ich empfehle Ihnen auf jeden Fall eine Bewerbung bei MHP!

Ihr Studium stattet Sie mit einem guten „Rucksack“ an Erfahrung aus. Dass Sie parallel viel Praxiserfahrung gesammelt haben, sehe ich als großen Pluspunkt.

Zudem ist Ihr SAP Background als Basis KnowHow sicherlich grundsätzlich sehr gut. Beispielsweise ermöglichen Ihnen diese Kenntnisse eine relativ schnelle Einarbeitung in technische Bereiche sowie den Transfer in Gebiete wie Java Entwicklung oder Embedded Systems.

Wichtig ist in meinen Augen nur, dass Sie im Anschreiben klar zum Ausdruck bringen, welche Tätigkeit Sie anstreben und Ihre Motivation darlegen, warum – auch wenn ein anderer Bereich von MHP ebenso gut oder vielleicht sogar besser zu Ihrem Profil passen würde. Erläutern Sie für uns nachvollziehbar, weshalb Sie welche Entscheidung getroffen haben und warum Sie der Meinung sind, dass die angestrebte Tätigkeit optimal zu Ihnen passt. Ihr Wunsch der Weiterentwicklung sollte dabei unbedingt auch zum Ausdruck kommen. Falls dies im Anschreiben nicht klar wird laufen Sie Gefahr, sozusagen direkt auf den „SAP-Stapel“ zu kommen.

Ich hoffe bis bald und freue mich auf Ihre Bewerbung ;-)

Viele Grüße zurück,
Sarah Böning

Anonym

Sehr geehrte Frau Böning,

aktuell bin ich kurz vor Abschluss meines Masterstudiums in Informatik. Während meines Studiums habe ich 4 Jahre lang als Entwickler im SAP-Bereich, neben dem Studium, gearbeitet. Nach meinem Studium würde ich gerne in einen anderen Technologiebereich(entweder im Bereich Embedded System oder der Java-Entwicklung) arbeiten. Ich habe die Befürchtung, dass meine einseitigen Erfahrungen ein Nachteil bei einer Bewerbung sein können. Einen Wechsel des Technologiebereichs während des Studium, konnte ich nicht vollziehen, weil ich einen für einen Studenten sehr hohen Stundenlohn bekommen habe und während des Studiums auf das Geld angewiesen war. Erfahrungen in meinen beiden Wunschbereichen habe ich allerdings durch Aufgaben im Studium gesammelt.

Wie schätzen Sie die Situation ein, kann meine bisherige einseitige Erfahrung von Nachteil sein?

Viele Grüße und vielen Dank
M.

Sarah Böning

Vielen Dank zunächst für Ihre Frage – ich gehe gerne näher
darauf ein.

...ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der uns kistenweise die Papier-Bewerbungen erreichten. Ich muss gestehen, diese Zeit vermisse ich weniger ;-)

Ich denke, mittlerweile ist wirklich alles online gesteuert – sei es durch clevere Bewerber-Management-Systeme oder zumindest durch die Kommunikation via eMail. Bei uns als Beratungsunternehmen sind die Ansprechpartner aus den Fachbereichen zudem sehr häufig „on the road“, weshalb eine Kommunikation per Papier nicht gerade von Vorteil ist. Noch dazu sind bei MHP als Digitalisierungsexperte digitale Prozesse natürlich ein „Muss“.

Manchmal erlebe ich es noch, dass Bewerber ihre Unterlagen zwar elektronisch einreichen, zum Face2Face Gespräch diese aber nochmal in Papierform mitbringen.

Ich kann – wie in einer der vorherigen Fragen angerissen – nur positiv zu Initiativbewerbungen aufrufen: positionieren Sie sich mit einer überzeugenden Idee! In einer Firma wie MHP, die weiter auf Wachstum getrimmt ist, kann dies ein optimaler Türenöffner sein. Viele Firmen verfolgen mittlerweile zudem den Trend, nicht mehr alles über klassische Stellenanzeigen zu bewerben und suchen viel mehr aktiv und über das eigene Netzwerk. So entwickeln Firmen eigene Pools an Talenten, die eine aktive Suche via Job-Posting gar nicht mehr in dem Maße nötig machen. Ich empfehle Ihnen daher, versuchen Sie es!

Viel Erfolg dabei…und schöne Grüße zurück,
Sarah Böning

Sarah Böning

Hallo Herr Joschka – hoffe es ist ok, wenn ich Sie so
anspreche…

ein erstes Telefon-Interview ist Ihre Chance, sich richtig zu positionieren und Sie sollten sich vorweg genau überlegen, für welches Thema bzw. Fachgebiet Sie sich interessieren.

Auch wenn Sie selbst noch keine spezifische Erfahrung gesammelt haben, sollten Sie sich Gedanken machen, was Sie besonders gut können und in welchen Bereichen Sie sich einbringen möchten. Dabei können auch Praxisbeispiele aus dem Studium helfen, die Sie als Beispiel im Telefonat anbringen. Oder gar Beispiele aus dem privaten oder ehrenamtlichen Umfeld – Hauptsache sie stehen in direktem Bezug zur angestrebten Tätigkeit.

Hilfreich ist auch, wenn Sie die Homepage des Unternehmens gut studieren und sich mit dem Portfolio der Company vertraut machen. Durch die Erwähnung einzelner Fach- oder Themenbereiche gelingt es Ihnen, dem Personaler Ideen zu geben, wo und wie Sie ideal eingesetzt werden könnten. Zusätzlich könnten Sie z.B. im Telefonat ein ähnliches Wording nutzen und so zeigen, dass Sie bereits eine Vorstellung davon haben, wie das Unternehmen „tickt“ und Sie sich gut mit der Unternehmenskultur identifizieren können.

Und wenn – meist zum Ende des Gesprächs – die Frage kommt, „habe Sie noch weitere Fragen?“, lohnt es sich, wenn Sie versuchen, sich von der breiten Masse abzuheben. Wenn Sie sich intensiv mit der Firma beschäftigen und sich via Xing, Linkedin, Kununu & Co. ein Bild machen, gewinnen Sie sicher gute Eindrücke, um individuelle und kreative Fragen stellen zu können.

Ich sage also toi toi toi für das nächste Telefon-Interview! Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete – die andere Hälfte macht
es meiner Meinung nach aus, authentisch zu bleiben…

Beste Grüße,
Sarah Böning

Sarah Böning

…besten Dank für Ihre guten Fragen – die mitunter genau Richtigen, wenn man sich mit Consulting auseinander setzt.

Ich hoffe, Sie jetzt nur nicht zu enttäuschen, wenn ich vorweg pauschal sage „es kommt darauf an“ – denn genau das ist hier der Fall ;-)

Es kommt darauf an, ob Sie einen oder mehrere Kunden gleichzeitig beraten, ob Sie in Konzernen unterwegs sind oder eher im Mittelstand, welches Level Sie haben, wie national/ international das Projektumfeld ist und so weiter…

Zu Ihrer ersten Frage: Es gibt Kunden, die erwarten nach wie vor eine hundertprozentige Präsenz, andere Projekte sind wiederum mittlerweile fast komplett remote leistbar. Und es kommt sicher auch auf das „Beratungsmandat“ an, ob Sie den Kunden in der Strategie beraten, Prozesse konzipieren und gestalten oder eine IT-Lösung implementieren.

Ihre zweite Frage: Ja, die Möglichkeit besteht. Bei MHP haben wir grundsätzlich eine Vertrauensarbeitszeit und auch was den Ort Ihrer Tätigkeit angeht sind Sie – in Vereinbarkeit mit den Kundeninteressen – flexibel. Natürlich sind Termine bei Banken, Ärzten etc. für viele Berater sonst auch schwer zu managen oder mit Urlaubstagen verbunden. Somit bietet Homeoffice hierzu auch eine wichtige Flexibilität. Ich empfehle Bewerbern wie auch Kollegen dennoch stets auch eine gewisse Office- Nähe zum internen Networking, für Schulungen & Co..

Ihre dritte Frage: Klassisch haben Sie keinen eigenen festen Arbeitsplatz, sondern auch hier volle Flexibilität. Sie können also frei wählen, ob Sie das Ihnen zugeordnete Office nutzen oder ggf. auch andere Standorte des Unternehmens, je nachdem in welcher Region Sie aktuell im Projekt sind. MHP legt viel Wert auf schöne Räumlichkeiten und eine ansprechende Arbeitsplatzgestaltung, damit sich die Mitarbeitern, wenn Sie sozusagen „inhouse“ sind, wohl fühlen. Dazu gehören z.B. gemütliche Sitzecken, Kicker-Tische und eine gut ausgestattete Küche mit kostenlosem Obst, Müsli und Getränken.

Das Mobiliar wird einem hohen Design Anspruch gerecht, die Meetingräume sind bestens technisch ausgestattet (360 Grad Kamera & Co) und die persönliche Note ist nach wie vor zu erkennen. Ich finde, man spürt die MHP-Kultur sofort, wenn man unsere Offices betritt. Und ich persönlich mag speziell unser Office in Essen – das Schloss Schellenberg. Sie gehen erst durch einen kleinen Park zum Office, der ein oder andere Bewerber war dadurch schon irritiert ;-)

Ihre vierte Frage: Wir bei MHP differenzieren nicht im Wording– technischer Berater oder nicht technischer Berater. Alle haben
grundsätzlich das gleiche Karrieremodell und die gleichen Level-Bezeichnungen. Es ist abhängig vom Kundenprojekt und den jeweiligen Rahmenkonditionen, inwiefern Sie vor Ort beim Kunden arbeiten oder mehr remote aus dem (Home)Office. Es gibt sozusagen alle „Spielarten“.

Wenn Sie noch konkreter werden möchten, stellen Sie gerne weitere Fragen – per Ratgeber hier, oder an mich direkt per eMail (sarah.boening@mhp.com).

Ich wünsche Ihnen zunächst einen schönen Abend...

A.

Hallo Frau Böning,

benötigen die Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung denn die Bewerbungen
noch in papierform?

Ebenfalls würde mich interessieren, ob es sich überhaupt noch lohnt
Initiativbewerbungen zu versenden, da die Unternehmen zunehmend ihre Vakanzen
ausschreiben.

Vielen Dank und schöne Grüße,

A.

Joschka

Guten Tag Frau Böning,

haben Sie eventuell ein paar Tipps für den Falle eines Telefoninterviews in dem man seine Eigenschaften als Berater hervorheben möchte, gerade wenn man nach dem Studium noch keine spezifische Richtung eingeschlagen hat?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe und Anregungen.

Sarah Böning

Guten Abend Herr Stefan K.,

hoffe es ist in Ordnung, dass ich Sie so anspreche ;-)

Essenziell bei einer Initiativbewerbung ist, so denke ich, ein kreatives Anschreiben (inhaltlich, nicht optisch) mit einer `Idee` Ihrerseits. Der Personaler sollte von Ihnen einen Eindruck bekommen, was Sie besonders gut können, was Sie auszeichnet oder in welche Themen Sie gerne eintauchen möchte…Ideen, die dem potenziellen Arbeitgeber ins Auge fallen sollten. Dadurch gelingt es Ihnen, sich von anderen Bewerbern abzuheben.

Wenn ich sehr gute Initiativbewerbungen auf dem Tisch habe und eigentlich im Themenfeld X derzeit nicht suche – das kommt bei MHP nur seltener vor – greife ich mit Sicherheit direkt zum Telefonhörer, um den Bewerber persönlicher kennenzulernen. Wir haben bei uns im
Recruiting-Team einen langfristigen Blick für Potenziale. Selbst wenn es
kurzfristig nicht zum Match kommt, aus welchen Gründen auch immer - ob Hard Facts, Soft Facts, bestehende Team-Konstellationen, private Umstände o.ä. – bleiben wir mit tollen Persönlichkeiten tatsächlich langfristig in Kontakt. Über Wochen, Monate, bis hin zu Jahren…an der Stelle habe ich schon sehr viele gute Erfahrungen gemacht und es kam oft lange Zeit nach dem Erstkontakt zur Einstellung.

Haben Sie uns bereits eine Initiativ-Bewerbung geschickt oder stehen kurz davor? Je nachdem können wir gerne dazu persönlich sprechen.

Beste Grüße & nun allen erstmal ein schönes Wochenende,
Sarah Böning

Sarah Böning

Guten
Abend Herr Stefan K.,

hoffe es ist in Ordnung, dass ich Sie so anspreche ;-)

Essenziell bei einer Initiativbewerbung ist, so denke ich, ein kreatives
Anschreiben (inhaltlich, nicht optisch) mit einer `Idee` Ihrerseits. Der
Personaler sollte von Ihnen einen Eindruck bekommen, was Sie besonders gut
können, was Sie auszeichnet oder in welche Themen Sie gerne eintauchen möchte…
Ideen, die dem potenziellen Arbeitgeber ins Auge fallen sollten. Dadurch
gelingt es Ihnen, sich von anderen Bewerbern abzuheben.

Wenn ich sehr gute Initiativbewerbungen auf dem Tisch habe und eigentlich im
Themenfeld X derzeit nicht suche – das kommt bei MHP nur seltener vor – greife
ich mit Sicherheit direkt zum Telefonhörer, um den Bewerber persönlicher kennenzulernen. Wir haben bei uns im
Recruiting-Team einen langfristigen Blick für Potenziale. Selbst wenn es
kurzfristig nicht zum Match kommt, aus welchen Gründen auch immer - ob Hard Facts, Soft Facts, bestehende Team-Konstellationen, private Umstände
o.ä. – bleiben wir mit tollen Persönlichkeiten tatsächlich langfristig in
Kontakt. Über Wochen, Monate, bis hin zu Jahren…an der Stelle habe ich schon
sehr viele gute Erfahrungen gemacht und es kam oft lange Zeit nach dem
Erstkontakt zur Einstellung.

Haben Sie uns bereits eine Initiativ-Bewerbung geschickt oder stehen kurz
davor? Je nachdem können wir gerne dazu persönlich sprechen.

Beste Grüße & nun allen erstmal ein schönes Wochenende,

Sarah Böning

Sarah Böning

Guten Abend Frau Klein,

wenn ich das gerade bei MHP betrachte, kann der Weg über eine
Initiativbewerbung sehr erfolgreich sein und ich vermute, bei anderen
Beratungshäusern ist das ähnlich.

Als ich damals bei MHP begann waren wir noch weniger als 200 Mitarbeiter, heute
stehen wir bei mehr als 1500 und wir wollen in den nächsten Jahren auf die
Zielgerade einer Teamgröße von 2000! Bei diesem Wachstumspfad, den wir verfolgen, ist es entscheidend, die zu uns
passenden Persönlichkeiten zu finden. Gewisse Positionen & Perspektiven formen
sich häufig auch erst im Laufe der Zeit.

Vor allem das Thema Digitalisierung ist dabei eine riesen Chance für alle – für
das Unternehmen selber, aber auch für Bewerber, sich zu positionieren.

Stellenanzeigen sind bei uns meist eher ´Eye-Catcher´ oder man könnte auch
sagen ´Türenöffner´ oder ´Impulsgeber´. Wir im Recruiting werfen dann einen
individuellen Blick auf Ihren CV und können so beurteilen, ob der Match zu MHP
gegeben ist – auch als Quereinsteiger – oder nicht.

Die Kür bei einer Initiativ-Bewerbung ist das Anschreiben. Es sollte nicht so
aussehen, wie „einfach mal verschickt, weil die Firma kein passendes Job-
Posting online hat“, sondern man sollte beim Lesen merken, dass der Bewerber sich intensiv mit der Firma
oder auch mit dem ggf. bevorstehenden Quereinstieg und den in Frage kommenden
Tätigkeiten beschäftigt hat. Seine Überzeugung, einen wertvollen Beitrag - egal
in welcher Form - leisten zu können, sollte deutlich werden. Wir wollen sehen,
dass jemand eine Vorstellung davon hat, wie ein solcher "Match"
aussehen könnte.

…für solch ein richtig gutes Anschreiben, braucht man Stunden…;-)

Gerne können Sie mir Ihre Bewerbung per Email schicken – dann können wir in die
Details gehen und es hilft ggf. Ihrem Feintuning.
Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen,
Sarah Böning

Christian

Hallo Frau Bönig,
ich stelle mir schon länger die Frage wie eine klassische Beraterwoche bei MHP oder auch anderen Beratungshäusern aussieht:
- Ist davon auszugehen, dass man den Großteil beim Kunden verbringt? (ggf. 4+1)
- Besteht die Möglichkeit für Home Office?
- Besitzt man überhaupt einen "eigenen" Arbeitsplatz?
- Und wie sieht dies bei eher technischen Beratern oder auch Entwicklern aus?

Vielen Dank für die Informationen

Sarah Böning

Hallo Herr Frank,

ich empfehle Ihnen, den Fokus auf einen wirklich „top“ strukturierten und
nachvollziehbaren Lebenslauf zu legen. Wenn Sie bereits über mehrere Jahre Berufserfahrung verfügen ist eine Projektliste mit Ihren Verantwortlichkeiten ebenso von großer Wichtigkeit.

Zeugnisse sollten immer alle beiliegen, die für die Position Relevanz haben – allein um komische Rückfragen von Personalern zu vermeiden ;-) Ideal ist hier ein gebündeltes pdf-Dokument mit allen Unterlagen. Das fehlende Abiturzeugnis ist – sofern man sich nicht auf eine Studenten/Absolventen Position bewirbt – jedoch mit Sicherheit kein Show-Stopper. Bei Ihnen wäre es hilfreich, Zeugnisse der Studienzeit sowie von vorangehenden Arbeitgebern beizulegen. Optimal ist natürlich auch ein Zeugnis des aktuellen Arbeitgebers, wobei das – verständlicherweise – in den seltensten Fällen vorliegt.

Zum Thema Anschreiben, das ist wahrlich eine Wissenschaft für sich ;-) Das hängt meiner Meinung nach auch immer stark davon ab, für welchen Bereich man sich bewirbt. Ich glaube – gerade in unserer Branche – an das Erfolgsrezept, das Anschreiben vom Format sehr schlicht und lean zu halten. Die Mühe, die sich ein Bewerber gemacht hat sollte sich im Inhalt widerspiegeln. Ziel wäre eher, dort „inhaltliche
Eye-Catcher“ einzubauen. Das ist schließlich auch eine Art der Kreativität.

Mailen Sie mir auch gerne Ihre konkreten Unterlagen, dann ist eine individuellere Beratung bzw. Feedback möglich.

Ich hoffe sonst, dass ich Ihnen hiermit gute Denkanstöße geben konnte…
Beste Grüße,
Sarah Böning

Sarah Böning

Danke für Ihre Fragen! Ich freue mich sehr zu sehen, dass der „lebhafte“ Dialog direkt zustande kommt.

Eines vielleicht vorweg – beim Thema Bewerbung bewegen wir uns sicher in einem gewissen subjektiven „Geschmacksbereich“. Ich möchte Ihre Fragen gerne aus meiner fast zehnjährigen MHP-Perspektive beantworten.

Ich persönlich schaue mir bei einer Bewerbung immer als allererstes den Lebenslauf an, dann das Anschreiben und anschließend die Zeugnisse. Alle drei Komponenten sind entscheidend und tragen zum ausschlaggebenden Gesamtbild bei. Zudem liegt bei erfahrenen Beratern oftmals noch eine Projektliste bei, die sehr aussagekräftig ist. Das Anschreiben sollte überzeugend & authentisch sein und idealerweise gelingt es dem Bewerber, seine Motivation darin pointiert darzulegen – dann bedarf es aus meiner Sicht keinem separaten Motivationsschreiben.

Bei der Frage zum Quereinstieg, drängt sich fast die Frage auf „was ist ein geeigneter Berater?“ Ich denke, hier sollte man stets den individuellen Fall betrachten: Welche Erfahrung Sie bisher mitbringen, welches Studium, welche Branchen, welchen Charakter Sie haben… aus all diesen Aspekten ergibt sich das oben angesprochene Bild, das ausschlaggebend dafür ist, ob es „passt“ oder nicht.

Wenn es bei Ihrer Frage um Sie selber geht, beantworte ich Ihre Frage auch gerne persönlich und Sie können mir schreiben, sarah.boening@mhp.com. Dann kann ich gerne detaillierter und individueller darauf eingehen. In diesem Sinne vielleicht bis bald...

Stefan K.

Hallo Frau Böning,

worauf legen Sie bei Initiativbewerbungen wert, damit diese an den richtigen Stellen landen und auch eventuell eine Einladung zu einem Gespräch nach sich ziehen?

Vielen herzlichen Dank!

Andrea Klein

Hallo Frau Böning,

aufgrund der doch vielseitigen Themenbereiche, die durch die fortschreitende Digitalisierung neu entstehen bzw. sich weiterentwickeln, ergeben sich wie Sie sagen neue Jobchancen (auch für Quereinsteiger). Wie gehen Sie mit der Thematik um? Werden hier spezifische neue Stellen geschaffen oder sind hier dann eher Initiativbewerbungen gefragt? Wie gehen Sie mit Initiativbewerbungen um, wenn man zum Beispiel als "Quereinsteiger" nicht im Klaren darüber ist, welche Tätigkeitsbereiche sich bei seinem eigenen Profil anbieten?
Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Vielen Dank und viele Grüße

Frank

Hallo Frau Böning,

folgende Dinge würden mich interessieren:
Welche Bewerbungsunterlagen haben eine Relevanz bei der Bewerbung? Ist es beispielsweise nötig sein Abiturzeugnis mitzuschicken, wenn man bereits mehrere Jahre Berufserfahrung hat, oder reicht es nur den Abschluss des Abiturs zu erwähnen?

Wie sehr sind kreative Bewerbungen gewünscht? Soll man sich versuchen von der Masse abzusetzen, in dem man ein besonders kreatives Anschreiben verschickt, oder sollte man sich lieber seriös präsentieren und auf die Fakten konzentrieren?

Vielen Dank im Voraus.

Anonym

Hallo Frau Böning,

mich würde interessieren, welchen Stellenwert in einer Bewerbung überhaupt das Motivationsschreiben im Vergleich zu dem CV hat - und was macht mich als Quereinsteiger zu einem geeigneten Berater?

VG

Sarah Böning

Liebe Leserinnen und Leser der Computerwoche,

die IT-Branche boomt seit Jahren. Hochschulabsolventen mit einschlägigen Abschlüssen können frei auswählen, bei welchem der um sie buhlenden Unternehmen sie ihre Laufbahn starten wollen. Und Professionals haben keine Mühe, durch Jobwechsel zur richtigen Zeit ihre Karriere voranzutreiben. Mit der Digitalisierung wird der Bedarf noch einmal steigen. Aber: Auch die Anforderungen werden sich ändern – Technologie und Business werden noch enger verzahnt sein, Kreativität wird gefragter sein denn je.

In den nächsten zwei Wochen möchte ich mich gerne mit Ihnen darüber austauschen, was das für eine Karriere in der IT bedeutet – vor allem in der Beratung. Beispielsweise eröffnet die Digitalisierung auch Chancen für Menschen, die eben nicht Informatik, BWL oder Ingenieurwesen studiert haben – sondern Künstliche Intelligenz, Design oder Grafik.

Selbstverständlich beantworte ich auch alle weiteren Karriere-Fragen: Worauf kommt es bei einer Bewerbung bei einer Beratung an? Wie bleibt man authentisch? Und sind Eye-Catcher in den Unterlagen eigentlich angebracht? Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Ich freue mich auf einen lebhaften Dialog.

Ihre
Sarah Böning

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