Karl Astecker, Magna Steyr: Schlanke Strukturen als Erfolgskonzept

29.11.2007
Von 
Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach (SE) in München.
Als gelernter Maschinenbauer bringt Karl Astecker die idealen Voraussetzungen mit, um bei Magna Steyr softwaregestützte Entwicklungs- und Produktionsprozesse zu etablieren.

Magna Steyr baut am Standort Graz jährlich über 200.000 Fahrzeuge. Karl Astecker liefert mit seinen Mitarbeitern dafür die organisatorische und technische Basis für das Informations-Management. Die wichtige Ressource Information begleitet alle Geschäftsprozesse von der Entwicklung bis zur Produktion von Komplettfahrzeugen und Modulen für unterschiedliche OEMs. Astecker hat intern eine von diesen Partnern unabhängige IT-Landschaft aufgebaut, die über intelligente, offene Schnittstellen die Magna-Steyr-Geschäftsprozesse mit jenen der Kunden und Lieferanten koppelt.

Karl Astecker auf einen Blick: Stationen, Projekte, Ansichten.
Karl Astecker auf einen Blick: Stationen, Projekte, Ansichten.

Prinzipiell werden die Projekte in drei Kategorien unterteilt: erstens strategische, zweitens solche aufgrund gesetzlicher oder anderer Vorgaben wie Sarbanes-Oxley oder Release-Wechsel. Die dritte Kategorie umfasst Vorhaben zur Verbesserung von IT-Prozessen wie etwa Hardwareablösung oder bei Fachprozessen der elektronischen Signatur. Stolz ist Astecker auf den Aufbau eines Produktions-Management-und - steuerungssystems für Fahrzeugfertigung inklusive der grafischen Fehlererfassung und der grafisch unterstützten Leitstandfunktion.

Einer der Hauptaufgaben erkennt der CIO darin, "die Kosten den Produktionsstückzahlen beziehungsweise dem Umsatz anzupassen". Dabei hat Astecker die Zukunft fest im Blick: neue Standorte, mit einer schlanken, skalierbaren IT auszustatten.

Neue Standorte mit schlanker IT

Als besonders innovativ bezeichnet der Magna-Steyr-CIO den Aufbau einer schlanken IT zur Entwicklung und Produktion von Komplettfahrzeugen für mehrere OEMs. Darüber hinaus hat er eine unabhängige Systemlandschaft mit offenen Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten sowie eine standardisierte Abwicklung der internen Geschäftsprozesse erreicht.

Ein Jurymitglied zur Wahl des CIO des Jahres 2007 bescheinigt dem CIO ein sehr fortschrittliches Projektportfolio. So seien die OEM-Kunden durch SOA-Strukturen erfolgreich eingebunden und bemerkenswerte Initiativen im Bereich IT-Governance und Compliance gestartet worden.