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Kalifornien schaltet erneut den Strom ab

08.05.2001
Auch Yahoo bleibt nicht verschont

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die anhaltende Energiekrise im US-Bundesstaat Kalifornien hat die Behörden erneut dazu veranlasst, die Stromversorgung einiger Gebiete zu unterbrechen. Vergangenen Montag waren rund 300.000 Haushalte für etwa eine Stunde ohne Strom. Grund dafür war unter anderem, dass der Westküstenstaat gestern den ersten heißen Tag des Jahres erlebte. Dies führte zum vermehrten Einsatz von Klimaanlagen, die einen hohen Stromverbrauch haben. Die Energiebehörden hatten die 34 Millionen Einwohner der Region den ganzen Tag über vergeblich zum Stromsparen aufgefordert. Experten gehen davon aus, dass sich die Energiekrise im Laufe des Sommers noch zuspitzen wird.

Seit Januar 2001 hatten die Versorgungsfirmen den Strom bereits mehrfach abgeschaltet. Im März war erstmals die Energiezufuhr in weiten Gebieten des Bundesstaates gleichzeitig und für bis zu acht Stunden unterbrochen worden. Die beiden größten Energieversorger der Region sind nach einem starken Anstieg der Strompreise bei den Erzeugern verschuldet und können keinen weiteren Strom mehr ankaufen. Den Unternehmen ist es verboten, steigende Einkaufspreise an die Kunden weiterzugeben.

Auch das Internet-Portal Yahoo bleibt von der anhaltenden Energiekrise nicht unberührt. Die US-Company meldete gestern den vorübergehenden Ausfall einiger seiner personalisierten Services. Unter anderem war der Instant-Messenger betroffen. Yahoos Server werden von der in Kalifornien ansässigen Firma Exodus Communications gehostet, dem gestern offenbar für etwa eine Stunde der Strom abgestellt wurde.