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Kabel Deutschland steckt weiter in den roten Zahlen

29.11.2006
Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) kommt wegen hoher Investitionen nicht aus den roten Zahlen.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2006/07 (31. März) sei unter dem Strich ein Verlust von 24,5 Millionen Euro entstanden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn gemacht, da die Ausgaben für den Netzausbau nicht so hoch waren.

Angesichts der Konkurrenz durch Telekommunikationskonzerne treibt KDG den Ausbau der Kabelnetze für Internet und das Telefonieren seit einiger Zeit massiv voran. "Um auch in Zukunft im harten Wettbewerb auf unseren beiden Märkten der Fernsehversorgung und Telekommunikation erfolgreich zu sein, müssen wir schon heute die richtigen Weichen stellen", sagte Geschäftsführungssprecher Christof Wahl. Daher seien die Investitionen notwendig.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging der Ertrag im ersten Halbjahr um rund 30 Millionen Euro auf 185,6 Millionen Euro zurück. Der Umsatz legte um knapp acht Prozent auf 539,9 Millionen Euro zu. Besonders das Geschäft mit dem digitalen Abo-Fernsehen lief gut. Karten mit vorbezahltem Guthaben wie der Sender Premiere plant Kabel Deutschland nach Angaben eines Sprechers derzeit nicht. Allerdings gebe es schon die Möglichkeit, einzelne Filme gegen Gebühr anzusehen (pay per view).

Kabel Deutschland betreibt die Kabelnetze in 13 Bundesländern und versorgt rund zehn Millionen angeschlossene TV-Haushalte in Deutschland. (dpa/tc)