Web

 

Juniper überrascht Analysten

12.10.2001
0

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Juniper Network gelang es, die Erwartungen der Wallstreet für das dritte Quartal zu übertreffen. Der kalifornische Netzwerkausrüster erwirtschaftete einen Pro-forma-Gewinn von 32,5 Millionen Dollar oder zehn Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug der operative Gewinn noch 60,3 Millionen Dollar oder 17 Cent je Anteilschein. Die in den Monaten Juli, August und September erzielten Umsätze liegen dabei mit 201,7 Millionen Dollar knapp über den Einnahmen des Vorjahres (201,2 Millionen Dollar). Das vorgelegte Ergebnis entspricht den eigenen Prognosen. Die Analysten hatten aber aufgrund der Flaute auf dem TK-Markt und der befürchteten Auswirkungen der Terroranschläge bezweifelt, dass Juniper die Vorgaben einhalten könne. Sie rechneten im Schnitt mit einem Umsatz von nur 188 Millionen Dollar und einem Pro-forma-Gewinn in Höhe von sieben Cent pro Aktie.

Unter dem Strich wies Juniper für das dritte Quartal allerdings einen Nettoverlust von 29,7 Millionen Dollar oder neun Cent pro Aktie aus. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2000 verbuchte das Unternehmen noch einen Reingewinn von 58,1 Millionen Dollar oder 17 Cent je Anteil.

Laut CEO Scott Kriens sei es trotz gutem Ergebnis noch zu früh, von einer Stabilisierung des TK-Markts zu sprechen. Seiner Meinung nach werden die Carrier im nächsten Jahr ihre Investitionen weiter zurückfahren. Seine Company rechnet jedoch damit, dass die Ausgaben in Internet-spezifische Ausrüstung davon weniger betroffen sei. Der Cisco-Konkurrent erwartet daher im laufenden Vierteljahr ähnliche Ergebnisse wie im dritten Quartal. Für 2002 peilen die Kalifornier Umsätze in Höhe von zwischen 900 Millionen und einer Milliarde Dollar an. Die voraussichtlichen Einnahmen in diesem Jahr bezifferte Kriens auf rund 940 Millionen Dollar.

Die Anleger begrüßten die vorgelegten Ergebnisse von Juniper. Gestern Abend schloss die an der Nasdaq notierte Aktie mit 16,64 Dollar, rund elf Prozent über dem Stand zu Börsenbeginn. Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs weiter bis auf 20,35 Dollar.