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Juniper stellt superschnellen Router vor

29.03.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einem neuen Router lässt die Startup-Company Juniper Networks nicht nur bisherige Produkte aus dem eigenen Hause, sondern auch die des Platzhirsches Cisco Systems alt aussehen: Der "M160" kann nach Angaben des Herstellers 160 Millionen Datenpakete pro Sekunde verarbeiten - vier mal so viele wie das Vorgängermodell. Mehrere der bisherigen Kunden - darunter UUnet sowie Cable & Wireless - wollen den M160 in ihren Netzen einsetzen. Die Aktie von Juniper kletterte gestern nach Bekanntwerden der Nachricht um elf Prozent auf ein Jahreshoch von 307 Dollar.

Konkurrent Cisco reagierte mit der Drohung, man habe neue Router-Technik in der Pipeline und werde im dritten Quartal des Jahres Produkte auf den Markt bringen, die leistungsfähiger als Junipers Neuling seien. "Ein Schlag ins Gesicht von Cisco", meint Raj Mehta, Analyst von Ryan Hankin Kent. "Juniper hat die Latte höher gelegt - auch wenn Cisco irgendwann ein besseres Produkt bringt." Cisco und Juniper sind derzeit die einzig verbliebenen Anbieter von Hochleistungs-Routern für den Internet-Backbone. Allerdings werden in Kürze weitere Schwergewichte auf den lukrativen Markt drängen, darunter Nortel Networks, Lucent Technologies, Foundry Networks sowie die Startups Avici und Pluris.