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JDS Uniphase senkt Umsatzprognose

24.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Netzwerkausrüster JDS Uniphase hat seine Umsatzprognose für das erste Geschäftsquartal (Ende: 30.September) um rund fünf Prozent auf 190 bis 200 Millionen Dollar gesenkt. Als Grund nannte der Hersteller von Glasfaserkomponenten die schwache TK-Branche im Allgemeinen sowie die Stornierung von Aufträgen im Wert von bis zu 20 Millionen Dollar im Besonderen. Trotz der geringeren Einnahmen rechnet JDS Uniphase aber weiterhin mit einem Pro-forma-Verlust von sechs bis acht Cent pro Aktie vor Restrukturierungskosten.

Die Umsatzwarnung kam wenig überraschend, nachdem bereits andere TK-Ausrüster wie Nortel, Lucent, Ciena und zuletzt Alcatel ihrer Prognosen revidieren mussten. Noch im Juli hatte JDS Uniphase ein allmähliches Ende der Krise prophezeit, gleichzeitig aber einen Umsatzrückgang um zehn Prozent gegenüber dem vorangegangenen vierten Geschäftsquartal angekündigt. Um auf die anhaltende Investitionsflaute zu reagieren plant CEO Anthony Muller, den Restrukturierungskurs weiterhin fortzusetzen. Er nannte dabei keine Details, bestätigte jedoch, dass weitere Werke geschlossen werden. (mb)