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James Bond schnüffelt im Internet

03.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Pläne der britischen Regierung, ein Internet-Spionagecenter zu eröffnen, sind auf harsche Kritik gestoßen. Konkret sind Einrichtungen im Gespräch, mit denen die Regierung um Tony Blair den gesamten Internet-Verkehr von und nach Großbritannien überwachen könnte. Agenten sollen, so das Konzept, sowohl gewöhnliche Surfer im Netz als auch E-Mails und verschlüsselte Nachrichten kontrollieren. Experten schätzen die Kosten für das Überwachungscenter, das direkt dem britischen Geheimdienst MI5 unterstellt werden soll, auf rund 25 Millionen Pfund. "Mit dieser Einrichtung könnte die Regierung jede Website ohne Angabe von Gründen kontrollieren. Damit fördern wir eine Kultur der Bespitzelung“, wettert Kritiker Caspar Bowden von der Foundation for Information Policy Research.