Großanwender-Treffen:

Jackson-Methode diskutiert

07.12.1979

MUTTENZ (sg) - Bei einem Hersteller-unabhängigen Treffen, an dem so große Schweizer EDV-Anwender wie Swissair, SBG, PTT, Ciba-Geigy und Migros teilnahmen und zu dem die Coop in ihr Ausbildungszentrum nach Muttenz eingeladen hatte, diskutierten die Teilnehmer eingehend die von Michael Jackson entwickelte Jackson-Design-Methode.

Dabei konnte nicht überraschen, daß sich die. Teilnehmer - durchwegs Anwender -der Methode - vom Erfolg überzeugt gaben, auch wenn sie bemängelten daß "eine Lücke zwischen funktionalem Entwurf und Programm-Entwurf besteht, welche die Anwender durch Institutionen und traditionelles Know-how zu schließen versuchend. So hofft man denn wacker darauf, daß Michael Jackson seine Methode dahingehend erweitert, daß sich damit auch einmal das System-Design bewältigen läßt.

Daß die Jackson-Design-Methode am ehesten dann erfolgreich ist, wenn dazu ergänzend ein Pre-Compiler verwendet wird, wurde in dein -Erfahrungsaustausch der Jackson-Jünger ebenso bestätigt wie die Tatsache, daß die mit Hilfe dieser Methode entwickelten Programme kürzere Testzeiten erfordern, da es, weniger Logikfehler gibt.

Bis sich jedoch der Erfolg mit der Jackson-Design-Methode einstellt, braucht es zunächst einmal viel Geduld. Die Einführung der Methode stößt, zumal bei den sogenannten "Programmier-Profis", wegen des damit verbundenen Aufwands auf unverhohlenen, Widerstand. Deswegen geht man jetzt dazu über, Programmierer in der Grundausbildung zunächst mit der Jackson-Methode vertraut zu machen und ihnen erst dann eine Programmiersprache beizubringen.