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J.D. Edwards leidet weiter unter der Investitionszurückhaltung

30.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf betriebswirtschaftliche Standardsoftware spezialisierte US-Anbieter J.D. Edwards hat sich im Ende April abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bei Umsatz und Ergebnis verschlechtert: Während das in Denver, Colorado, ansässige Unternehmen damals einen Nettogewinn von 3,5 Millionen Dollar erzielen konnte, wurde im aktuellen Berichtsquartal ein Fehlbetrag von 393.000 Dollar verbucht. Sondereffekte ausgeklammert meldete J.D. Edwards einen (Pro-forma-)Profit von 1,1 Millionen Dollar - verglichen mit einem Plus von 7,6 Millionen Dollar in der Vorjahresperiode. Die Einnahmen gingen von 223,6 Millionen auf 204 Millionen Dollar zurück. Das Gros davon steuerten Service- und Wartungserlöse mit 160 Millionen Dollar bei, während der Lizenzumsatz lediglich 44 Millionen Dollar betrug - zehn Millionen weniger als im Vorjahresquartal.

Sein Unternehmen sei im Berichtszeitraum von der schwachen Wirtschaft und der unsicheren geopolitischen Situation beeinträchtigt worden, erklärte CEO und Chairman Bob Dutkowsky. So hätten sich zwar vergleichsweise mehr Alt- und Neukunden für J.D. Edwards entschieden. Wegen der schwachen Konjunktur seien die Lizenzerlöse dennoch relativ niedrig ausgefallen, so Dutkowsky. Insgesamt lagen die Zahlen jedoch innerhalb der eigenen Prognosen und trafen in etwa die Erwartungen der Analysten.(mb)