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Itelligence senkt Umsatz und -prognose

13.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Frankfurter SAP-Dienstleister Itelligence AG hat im ersten Quartal 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang von 43,6 Millionen auf 38,6 Millionen Euro verbucht. Dabei sanken die Einnahmen im Beratungsbereich von 32,7 Millionen auf 27,3 Millionen Euro, während die Lizenzerlöse mit 3,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau lagen. Die Sparte Outsourcing & Services erzielte sogar ein Umsatzwachstum von 12,5 Prozent auf 7,2 Millionen Euro.

Die US-Tochter konnte ihre Einnahmen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2002 um 19 Prozent auf 8,2 Millionen Euro steigern, aufgrund der eingeleiteten Restrukturierung gelang Itelligence in den USA außerdem mit einem Gewinn von 500.000 Euro vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Turnaround. Vor einem Jahr hatte die US-Tochter noch einen EBIT-Verlust von einer Million Euro geschrieben. Insgesamt wies das Frankfurter Unternehmen jedoch einen EBIT-Fehlbetrag von 1,6 Millionen Euro aus. Im Vergleichszeitraum 2002 hatte der Dienstleister mit 30.000 Euro noch einen leichten operativen Profit erzielt.

Wegen der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen kündigte Itelligence an, die Restrukturierung fortzusetzen. Ziel der Maßnahmen ist es unter anderem, die Auslandsniederlassungen kurz- bis mittelfristig wieder operativ profitabel zu machen. Außerdem sollen die Kosten der zentralen Verwaltung gesenkt werden. Trotz der dabei anfallenden einmaligen Aufwendungen von 4,6 Millionen Euro rechnet das Management im laufenden Geschäftsjahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA). Die Einnahmen sollen nun zwischen 150 Millionen und 155 Millionen Euro liegen. Im März hatte das Unternehmen noch ein moderates Umsatzwachstum gegenüber den 168,5 Millionen Euro im Vorjahr in Aussicht gestellt. (mb)