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IT-Chefs sehen Budgets nur langsam wachsen

02.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Etwa 30 Prozent der US-amerikanischen Chief Information Officers (CIOs) wollen im dritten Quartal dieses Jahres mehr Geld für Informationstechnik ausgeben als im zweiten. Doch die meisten rechnen nicht vor dem Jahreswechsel mit einer deutlichen Steigerung ihrer Ausgaben. Die Investitionsbereitschaft hängt dabei weniger von der Gesamtwirtschaftslage als vielmehr von der Effizienz der eigenen Organisationen. Zu diesem Ergebnis kam die monatliche "Tech-Poll"-Umfrage der CW-Schwesterpublikation "CIO Magazine" für den Juni.

Die Einschätzung der Budgetentwicklung fiel im Vergleich zu den Mai-Ergebnissen noch pessimistischer aus. Hier belegt die aktuelle Umfrage, bei der "CIO Magazine" wie immer mit Deutsche Bank Securities und dem Investment-Strategen Ed Yardeni zusammenarbeitete, für die vergangenen zwölf Monate einen Zuwachs von lediglich 0,2 Prozent; im Mai betrug die Steigerung noch 3,2 Prozent. Was die kommenden 52 Wochen angeht, erwarten die Befragten immerhin eine Steigerung um 5,9 Prozent (Vergleichwert für den Mai: 7,3 Prozent).

Positiv fällt auf, dass der Anteil der IT-Ausgaben für die Geschäftsabwicklung über das Internet zunimmt: Im Durchschnitt erwarten die rund 3oo teilnehmenden IT-Entscheider, im gerade begonnenen Jahreszeitraum 15,3 Prozent ihrer Budgets dafür aufzuwenden. In den vergangenen zwölf Monaten waren es nur 13,2 Prozent. Mit diesen Zahlen korrespondiert auch die Hoffnung auf einen höheren Beitrag des Internet-Business am Gesamtgeschäft. Von Juli 2002 bis Juni 2003 wird er, so die Einschätzung der CIOs, etwa 11,8 Prozent ausmachen, während er in den zwölf Monaten zuvor nur 9,7 Prozent betrug. Auch das Thema E-Procurement gewinnt offenbar an Popularität: Die IT-Chefs wollen künftig 21 Prozent - statt wie bisher 17 Prozent - ihrer Materialien und Teile via Web beschaffen. (qua)