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IT-Budgets wachsen - zumindest in einigen Sparten

01.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IT-Manager, die in den letzten drei Jahren ihre Kosten gesenkt haben, könnten im nächsten Jahr als Belohnung wieder mehr Geld zur freien Verfügung haben. Diesen Trend belegen Studien und Aussagen von CIOs. Allerdings weist Howard Rubin, Executive Vice President der Meta Group, darauf hin, dass die Ausgabenhöhe für 2004 stark nach der Branche differenziere. Die Marktforschungsgesellschaft erwartet für Unternehmen in den Sektoren Versicherung und Fertigungsindustrie für 2004 im Schnitt einen zweistelligen Budgetzuwachs. Die IT-Ausgaben von Banken und Energieversorger werden dagegen um zwölf beziehungsweise 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken.

In der Versicherungsbranche gebe es viele Unternehmen, die sich kurz vor der Erholung sehen, erklärt Rubin. Um künftiges Wachstum und bessere Einblicke in das Kundenverhalten zu bekommen, würden diese nun massiver in ihre IT investieren. Das produzierende Gewerbe wiederum wendet sich laut Meta Group jetzt wieder stärker den Anwendungen in Lagerhaltung und Vertrieb zu, um die Effizienz und Anbindung von Zulieferern zu steigern. Ein weiterer Grund für die wachsende Investitionstätigkeit sei die Tatsache, dass der Fertigungsindustrie in den letzten zweieinhalb Jahren so gut wie kein zusätzliches Geld für Projekte zur Verfügung stand, fügt John Parkinson, Chief Technologist Nordamerika bei Cap Gemini Ernst & Young U.S. LLC, hinzu.

Die Meta Group geht nach der Befragung von über 1600 IT-Profis davon aus, dass die Budgets im kommenden Jahr um 6,5 bis sieben Prozent wachsen werden (Computerwoche online berichtete). Die Marktforschungsfirma aus Stamford, Massachusetts, ist damit deutlich optimistischer als Konkurrent Forrester: Dieser erwartet nach seiner jüngsten Umfrage bei 820 IT-Entscheidern in US-Konzernen für 2004 lediglich einen Anstieg der IT-Ausgaben um vier Prozent. Dabei seien vor allem in den Branchen Einzelhandel und Versicherung höhere Investitionen geplant. IT-Entscheider von Chemie- und Ölfirmen sowie Finanzdienstleistern wollen/müssen dagegen ihre Budgets zurückfahren (Computerwoche online berichtete). (mb)